Hoher Besuch in der Arwo Frutigland

Frutigen

Den Oktoberstopp auf ihrer Rendez-vous-Tour machte Regierungspräsidentin Beatrice Simon (BDP) in der Arwo Frutigland. Die Magistratin zeigte sich beeindruckt von der Motivation der Mitarbeitenden.

Regierungspräsidentin Beatrice Simon mit einem Mitarbeiter, beobachtet von Bruno Wittwer, Bereichsleiter Arbeit.

Regierungspräsidentin Beatrice Simon mit einem Mitarbeiter, beobachtet von Bruno Wittwer, Bereichsleiter Arbeit.

(Bild: Hans Kopp)

«Heute besuche ich zum ersten Mal eine Institution wie diese», sagte Regierungspräsidentin Be­atrice Simon (BDP) am Dienstag in Frutigen. Zur Erinnerung: Die Regierungspräsidentin besucht während ihres Amtsjahres jeden Monat zusätzlich ein Unternehmen, einen Verein, ein Spital, ein Heim, eine Kulturinstitution oder eine Bildungsstätte, um sich mit den Leitenden und den Mitarbeitenden dieser Institution zum Gespräch und zum Erfahrungsaustausch zu treffen.

In einfachen Worten: Sie will erfahren, wo bei der Bevölkerung der Schuh drückt (wir haben berichtet). Am Dienstag war die Arwo Frutigland (Arbeiten und Wohnen) an der Reihe.

Alle sind per du

Auf einem Rundgang bekam die Magistratin einen Einblick in die vielfältigen Angebote, Aufgaben und Aktivitäten der Institution. Dabei gab es so manche freudige Begrüssung und Begegnung mit Mitarbeitenden. Simon zeigte sich beeindruckt von der Motivation, mit welcher die verschiedenen Arbeiten angepackt wurden. «Wir sind stolz, über so viele engagierte Leute verfügen zu dürfen», bestätigte Ernst Mühlheim, Leiter der Trägerschaft, den Eindruck.

Übrigens: Alle, Vorgesetzte und Mitarbeitende, sagen sich gegenseitig du. «Damit fühlt sich jedermann auf der gleichen Ebene», begründete Bruno Wittwer, Bereichsleiter Arbeit, die un­gezwungenen Umgangsformen auf Anfrage gegenüber dieser Zeitung.

«Knallhartes Business»

«Wie unterstützt der Kanton Institutionen wie die Arwo Frutigland?», wollte eine Journalistin von Simon wissen. «Wir sind bestrebt, gute Rahmenbedingungen zu schaffen», beantwortete sie die Frage. Dazu gehöre unter anderem eine Leistungsvereinbarung mit dem Kanton. Auf dessen Unterstützung ist auch die Arwo angewiesen, «weil wir ein knallhartes Business betreiben», so Ernst Mühlheim. Mithelfen müssten aber auch die Abnehmer der Produkte, wurde weiter ausgeführt.

12'000 Couverts pro Tag

Die Arwo Frutigland bietet für Menschen mit einer Beeinträchtigung Wohn- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Angeboten werden 34 Wohnplätze, 12 Tagesstättenplätze und 53 vom Kanton bewilligte geschützte Arbeitsplätze. In diese teilen sich in Voll- oder Teilzeit rund siebzig Mitarbeitende.

In vier Werkstätten werden Produkte hergestellt oder administrative Arbeiten ausgeführt. So steht demnächst das Verpacken von Abstimmungsmaterial an. Verarbeitet werden bis zu 12'000 Briefcouverts pro Tag, wobei jedes Couvert einzeln abgewogen werden muss. Dies, damit kein Zettel zu viel und keiner zu wenig eingepackt wird.

Berner Oberländer

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