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Homberger-Trio siegte bei Derniere erstmals

Der Skiclub Homberg gewinnt das elfte und letzte 24-Stunden-Skirennen Gsteig. Die Entscheidung fiel in den Schlussrunden.

Beim Aufbügeln – hier ein Mitglied des Wilderswiler Teams «S4 Urknall» – konnten wertvolle Sekunden gewonnen werden.
Beim Aufbügeln – hier ein Mitglied des Wilderswiler Teams «S4 Urknall» – konnten wertvolle Sekunden gewonnen werden.
Peter Russenberger
Die Sieger des letzten 24-Stunden-Skirennens (v.l.): Thomas Ryser, Joël Reusser und Toni Gilgen vom SC Homberg.
Die Sieger des letzten 24-Stunden-Skirennens (v.l.): Thomas Ryser, Joël Reusser und Toni Gilgen vom SC Homberg.
zvg
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Das Wetter und die Schnee­verhältnisse waren beim elften ­24-Stunden-Skirennen Gsteig so ideal, als wollte Petrus erwirken, dass OK-Präsident Philippe Wingeier und sein Team ihren Entscheid überdenken und den Anlass weiterhin durchführen. Die Strecke musste wegen der knappen Schneedecke um 20 Fahrsekunden oder zwei Skiliftbügel auf 900 Meter verkürzt werden.

Die Kunstschneepiste präsentierte sich bis Rennende in gutem Zustand.22 Dreierteams, darunter das Frauentrio Axalp mit Linda Rubi, Anja Walthart und Sarah Flück, stellten sich dem Starter. Judith Bucher und Lucrezia Lareida traten nur zu zweit an. Hut ab vor dem Bellacher Roland Thomke, der im Alleingang beachtliche 358 Runden schaffte.

Wertvolle Sekunden

Die Fahrt um die Skilifttalstation herum erwies sich als sehr gefährlich. Im Bestreben, sofort einen Bügel zu erwischen, nahmen die Spitzenteams Risiken auf sich. «Wenn man sich, ohne zu stoppen, einen Bügel greifen kann, gewinnt man mehr Zeit, als man auf der Abfahrt gegen die starke Gegnerschaft gutmachen kann», begründet Thomas Ryser, Teamchef des SC Homberg, den heissen Kampf um die Bügel.

Sein Team, das schon einmal auf den Plätzen drei und vier klassiert war, hatte für die letzte Gelegenheit, das 24-Stunden-Rennen zu gewinnen, viel Aufwand betrieben. Zum Übernachten hatte es einen Camper mitgebracht. Und als Coach fungierte Thomas Reusser, der Vater von Fahrer ­Joël Reusser.

Spannend bis zum Schluss

Von ihm war zu erfahren, dass sein Team erst nach acht Stunden die Spitze von den Schönriedern Haferflöckli habe übernehmen können. Als die Saaner nach einer eindrücklichen Aufholjagd gegen Rennschluss bis auf zwei Bügel herankamen, wurde es für die Zulgtaler noch einmal eng. Teamcaptain Ryser erklärte als Vereinspräsident die letzten zwei Runden jedoch zur Chefsache. Mit einem eindrücklichen Konter ist es dem 17. der diesjährigen Inferno-Skiabfahrt gelungen, die Schönrieder auf neun Bügel zurückzubinden.

Auch auf zwei Rädern

Um 20 Uhr lagen sich Tom Ryser, Toni Gilgen und Joël Reusser als grossartige Gewinner in der Armen. «Der grosse Aufwand hat sich gelohnt, wir sind überglücklich. Es gelang uns ein super Rennen. Es kam zu keinen Zwischenfällen, und wir hatten keine ­Stürze zu verzeichnen», freute sich Ryser, mehrfacher Schweizer Meister im MTB-Downhill. Er organsiert mit seinem Verein am 22. und 23. April wieder den Downhill-Event Homberg-Race. Auch Joël Reusser ist MTB-Down­hiller, und Toni Gilgen, der Dritte im Siegerteam, fährt Motocross.

Die Schönrieder wurden mit ebenfalls 380 Runden Zweite. Und die drei Von-Siebenthal-Brüder Jörg, Toni und Heinz aus Turbach-Bissen mussten den dritten Platz erst gegen Schluss noch dem aufgerückten Entlebucher Duo David Bucher und Marcel Hafner überlassen. Beide schafften 379 Runden.

Definitiv vorbei

Auf die Frage, ob er es sich nicht noch einmal anders überlege, sagte OK-Präsident Wingeier: «Nein, jetzt ist definitiv Schluss.»

Sämtliche Resultate unter: www.24h-skirennen-gsteig.ch.

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