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Hundeliebe vor sportlichem Erfolg

An der Lenk fand das 38. internationale Schlittenhunderennen statt. Es nahmen 110 Musher mit gegen 400 Hunden teil. Darunter auch die Reutigerin Karin Simon, welche in ihrem Dreiergespann erstmals Rookie Mayuk einsetzte.

Karin Simon aus Reutigen nimmt es am Schlittenhunderennen an der Lenk eher gemütlich.
Karin Simon aus Reutigen nimmt es am Schlittenhunderennen an der Lenk eher gemütlich.
Peter Russenberger

Das OK um Präsident Heinz Welten konnte den 110 Mushern bei der 38. Auflage der internationalen Lenker Schlittenhunderennen Traumverhältnisse anbieten. Vom Skijöring mit einem Hund bis zu Gespannen mit neun Hunden gab es eine breite Palette von Startgelegenheiten.

In grosser Vorfreude auf ihren Start, heulten im Stake-out, dem Parkplatz der Hunde, die Huskys, Malamutes und Mischlinge um die Wette. Und mit Alain Hauert, dem Platzspeaker des HC Fribourg-Got­téron, kommentierte ein mehrsprachiger Moderator das Geschehen bei Start und Ziel.

Hunde aus dem Tierheim

Als einziger Startender in der Kategorie «Unlimitiert» lenkte die Hondricher Musherlegende Ueli Lüthi mit Leithund Diwa ein Gespann mit neun Hunden über den 20 Kilometer langen Trail. In der mit 26 startenden Gespannen grössten Kategorie 4 «Hunde offen» startete nebst der Saanenländerin Caroline Ludi auch Karin Simon aus Reutigen. Die 47-jährige Lehrerin der Berntorschule Thun ist, animiert von Bernhard Wenger, 2004 zur Mu­sherszene gestossen.

Karin Simon vor dem Start.
Karin Simon vor dem Start.

Die Tierfreundin hat mit Hunden, die sie aus einem Tierheim in Kroatien erworben hat, angefangen. Es ist ihr gelungen, die wegen schlechter Haltung zunächst traumatisierten Tiere zu richtigen Schlittenhunde auszubilden. Als Welpen hat Simon später die Jakutische-Laika-Hunde Nikita und Mayuk erworben. Selber züchtet sie nicht.

Mayuks Renndebüt

An der Lenk setzte Karin Simon neben Leithündin Nikita den 2-jährigen Mayuk ein. Als Wheel-Dog im Dreiergespann fungierte der 5-jährige Alaskan Malamute Otchum. Yukon und Chumani, ihr AHV-IV-Team, wie die fröh­liche Stockentalerin lachend erwähnt, würden geschont. Deshalb komme Rookie Mayuk zu seiner Feuertaufe.

Karin Simon, die ihre Hunde nie auspowert und es eher gemütlich nimmt, ist nach dem Lauf des Lobes voll über den glänzenden Einstand von Mayuk. «Einfach fabelhaft, wie grossartig er sich verhalten hat.» Die Harmonie, Kameradschaft und ein guter Geist in der Musherszene sind der sympathischen Oberländerin wichtiger als Spitzenplätze in den Rennen. Sie träumt davon, wie Ueli Lüthi in den letzten fünf Wochen, einmal in Schweden Mehretappenrennen zu bestreiten.

Lob des OK-Präsidenten

Präsident Heinz Welten, der dieses Amt bereits seit 15 Jahren ausübt, lobte den Schwung und die gute Arbeit seines OK sowie den tollen Einsatz der rund 50 Helfer. Der Schönrieder schätzt sich glücklich, dass der stimmungsvolle Anlass trotz der grossen Sonneneinstrahlung bis zum Schluss voll durchgezogen werden konnte.

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