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«Ich kenne den Geist von Spiez»

Er kämpfte mit dem Koffer und freute sich auf den «Spiezer»: Mark Forster war am Freitag der Höhepunkt am Seaside Festival.

Blendend aufgelegt, hatte Herbert Grönemeyer am Seaside Festival nicht nur etwas zu singen, sondern auch zu sagen.?Foto:
Blendend aufgelegt, hatte Herbert Grönemeyer am Seaside Festival nicht nur etwas zu singen, sondern auch zu sagen.?Foto:
zvg/Rob Lewis
Der deutsche Superstar zog die Massen nach Spiez.
Der deutsche Superstar zog die Massen nach Spiez.
zvg/Rob Lewis
In Scharen Strömen die Musikfans der Spiezer Bucht entgegen, wo das 3. Seaside Festival über die Bühne geht. Die Sonne vermag sich noch nicht gegen die Wolkendecke durchsetzen.
In Scharen Strömen die Musikfans der Spiezer Bucht entgegen, wo das 3. Seaside Festival über die Bühne geht. Die Sonne vermag sich noch nicht gegen die Wolkendecke durchsetzen.
Jürg Spielmann
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Kennen Sie den «Geist von Spiez»?

Mark Forster: Hat das irgendetwas mit dem «Wunder von Bern» zu tun?

Ja genau – mit dem deutschen Fussball-Weltmeistertitel 1954.

Ich glaube, die Nationalmannschaft war hier im Belvédère. Wissen Sie, warum ich das weiss?

Warum?

Weil fünf Spieler aus der Nationalmannschaft Spieler vom 1. FC Kaiserslautern waren, unter anderem Kapitän Fritz Walter. Ich komme ja aus Kaiserslautern, und da weiss man eigentlich nichts, ausser alles, was Fritz Walter betrifft...

Werden Sie also die «Wunder von Bern»-Ausstellung am Bahnhof Spiez besuchen?

Ich war gerade am Bahnhof, aber ich bin da wohl dran vorbeigelaufen. Ich hatte Stress, weil ich mit dem Flugzeug nach Zürich geflogen und dann mit der Bahn nach Spiez gefahren bin. Mein Koffer hat eigentlich vier Räder, kam aber auf dem Kofferband nur mit drei Rädern an. Das heisst, ich war etwas gestresst. Das spricht aber für die Kraft von Schweizer Kofferwerfern (lacht).

Als Juror von «The Voice of Germany»: Was würden Sie jungen Schweizer Musikern empfehlen, um im Musikbusiness durchzustarten?

Ich glaube, ein Geheimnis ist, Musik aus den richtigen Gründen zu machen. Wir Musiker sind die meiste Zeit unterbezahlt, arbeiten zu viel und sind viel unterwegs. Das muss man einfach sehr, sehr gerne mögen, damit man bereit ist, wenn es knallt.

Also sind Sie der Meinung, dass ein guter Musiker vor allem Leidenschaft haben muss und nicht unbedingt eine klassische Ausbildung?

Ich glaube, jede Form von Ausbildung ist hilfreich. Jede Form von Rüstzeug wird dir helfen, egal, was du tust. Ich habe Betriebswirtschaftslehre studiert. Aber ich habe mich natürlich immer mit Sprache und Musik befasst, und ich habe seit meiner frühsten Kindheit immer Musik gemacht. Mein Vater hat mir einen Tipp gegeben zum Berufsleben: Man sollte sich etwas aussuchen, das man gerne macht, weil dann die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass man es auch gut macht.

Wie gut kennen Sie denn die Schweizer Musikszene? Gibt es jemanden, dessen Musik dich besonders anspricht?

Wir spielen ja ab und zu in der Schweiz, und da begegne ich natürlich dem einen oder anderen Musiker, Bastian Baker zum Beispiel. Oder Stefanie Heinzmann.

Und kennen Sie die Region Berner Oberland?

Nein, aber meine Band war hier in den Bergen spazieren. Die waren stundenlang unterwegs, als ich mich mit meinem dreirädrigen Koffer hierhergekämpft habe. Ihre Fotos machten mich sehr, sehr neidisch.

Wir sind hier mitten in den Rebbergen von Spiez. Hatten Sie schon die Gelegenheit, vom Festival-Wein zu trinken?

Oh nein, noch nicht! Ich trinke natürlich nicht vor dem Konzert, sonst würde ich alle Texte vergessen. Aber das Kosten des Weines werde ich auf jeden Fall nach dem Konzert nachholen.

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