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IG Leissigen Futura pocht weiter auf Bahnhalte

Die sogenannte Hybridlösung ist Kern des ÖV-Angebotskonzepts bis 2025. Die IG setzt sich für ein Mischmodell von Bahn und Bus ein.

Das ÖV-Angebot in Leissigen soll sich nicht verschlechtern. (Symbolbild Bahnhof Leissigen)
Das ÖV-Angebot in Leissigen soll sich nicht verschlechtern. (Symbolbild Bahnhof Leissigen)
Fritz Lehmann

Die Interessengemeinschaft Leissigen Futura gibt nicht auf. Nun haben die Verantwortlichen den nächsten Versuch in die Wege geleitet, damit doch noch weiterhin Züge im Dorf halten, und ihre Eingabe für das regionale Angebotskonzept für die Fahrplanperiode 2022 bis 2025 gemacht. Das regionale Angebotskonzept, das von der Regionalkonferenz Oberland-Ost erarbeitet wird, liegt noch bis zum 17. Januar zur öffentlichen Mitwirkung auf und dient als Grundlage für das kantonale Angebotskonzept.

Geringere Kosten?

Den Kern des Vorschlags der Interessengemeinschaft bildet die bereits im vergangenen Frühjahr vorgestellte Hybridlösung. Während der Grosse Rat im März 2017 beschlossen hatte, dass Leissigen zukünftig nur noch per Bus an den öffentlichen Verkehr angeschlossen sein soll, setzt sich die IG für ein Mischmodell von Bahn und Bus ein. Die IG Leissigen Futura stellt dabei die Kosten für die 14 Bahnverbindungen, die es im Moment noch täglich gibt, und die geplanten 25 Busverbindungen dem eigenen Vorschlag gegenüber.

Dieser sieht «regelmässige Zughalte der IC am Morgen, regelmässige Halte der Regionalexpresszüge Golden Pass und regelmässige Halte der zweistündlichen Regionalzüge Spiez–Interlaken-Ost» vor, solange diese noch gefahren werden müssten. Dies sei ohne Zusatzkosten möglich und verbessere die ÖV-Anbindung von Leissigen, schreiben die Verantwortlichen in ihrem Bericht und rechnen dabei mit nur 13 ergänzenden Busverbindungen täglich.

Zum Kreuzen anhaltende Züge sollten die Türen zum Einsteigen öffnen dürfen. «Dabei entstehen keine zusätzlichen Kosten», argumentieren die Verantwortlichen. Für den Bau einer Haltekante rechnet die IG mit Kosten von 800'000 bis 900'000 Franken, wobei sie sich auf Angaben der BLS beruft.

«Wichtig für Pendler»

Als weitere Argumente für die Hybridlösung werden zuverlässige Anschlüsse, kurze Reisezeiten, höhere Sicherheit und ein um die Hälfte geringerer CO2 genannt. Gerade für die vielen Pendler in Richtung Thun oder Bern seien die Halte am Morgen von grösster Bedeutung, auch bei der Standortwahl.

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