Illegal beschäftigt und ausgebeutet

Saanen

In Saanen und Gstaad hat die Polizei drei Serben festgenommen, die Ausländerinnen illegal als Reinigungskräfte vermittelt haben sollen.

Mindestens sieben Frauen sollen illegal als Reinigungskräfte gearbeitet haben.<br><i>(Symbolbild/Keystone)</i>

Mindestens sieben Frauen sollen illegal als Reinigungskräfte gearbeitet haben.
(Symbolbild/Keystone)

Svend Peternell

Die kantonale Staatsanwaltschaft für besondere Aufgaben hatte die Leitung inne. Und die Kantonspolizei (Kapo) Bern hat sie durchgeführt. Die Rede ist von einer sogenannten koordinierten Aktion gegen die Ausbeutung von Arbeitskräften. Bei dieser sind am Dienstagmorgen insgesamt zehn Personen in Gstaad und Saanen angehalten worden.

Drei von diesen Personen – ein 69-jähriger Mann sowie eine 62- und eine 41-jährige Frau mit serbischer Staatsangehörigkeit – sind vorläufig festgenommen worden. Sie werden dringend verdächtigt, ausländische Arbeitskräfte illegal beschäftigt, auf Mandatsbasis meist als Reinigungskräfte an Dritte vermittelt und dabei ausgebeutet zu haben. So ist es der entsprechenden Pressemitteilung zu entnehmen.

Sieben weitere angehalten

Bei den weiteren sieben Angehaltenen handelt es sich um Frauen. Sie wurden für Einvernahmen und weitere Abklärungen in Polizeiräumlichkeiten gebracht.

Genauere Bezeichnungen von einer Firma oder Firmen, die ihr Personal auf Mandatsbasis solche Reinigungsarbeiten ausführen liessen, liegen noch nicht vor und sind Gegenstand der Abklärungen, wie Kapo-Mediensprecher Christoph Gnägi auf Anfrage erklärt. Zunächst werden die genauen Umstände und Örtlichkeiten geklärt, wo die Arbeitskräfte überall hinvermittelt worden sind.

Ein Jahr aufwendig ermittelt

Der ganzen Aktion gingen aufwendige Ermittlungen von fast einem Jahr voraus – und zwar im Rahmen der von der kantonalen Staatsanwaltschaft für besondere Aufgaben eröffneten Verfahren. In deren Verlauf hat sich der dringende Tatverdacht gegen die drei nun festgenommenen Personen erhärtet.

«Die Ermittlungen sind in diese Intervention vor Ort gemündet», sagt Polizeisprecher Gnägi. Weiterführende Ermittlungen sind im Gang, deren Ergebnisse die Strafverfolgungsbehörden zu gegebener Zeit kommunizieren werden, wie Staatsanwaltschaft und Kapo mitteilen.

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