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Im Bann der Pferde

Aus der ganzen Schweiz reisten Pferdefreunde an und präsentierten ihre Fertigkeiten im Umgang mit den ­beliebten Arbeits- und Freizeittieren im Freilichtmuseum ­Ballenberg.

Franz Wyss von den «Freunden nostalgischer Landarbeiten» führt den Moritzburger Warmblüter-Wallach Eik am «Göpel» und sorgt für den Antrieb der Dreschmaschine.
Franz Wyss von den «Freunden nostalgischer Landarbeiten» führt den Moritzburger Warmblüter-Wallach Eik am «Göpel» und sorgt für den Antrieb der Dreschmaschine.
Beat Jordi

Das vergangene Wochenende war ganz dem Pferd gewidmet und erfreute ein zahlreiches Publikum. «Mit Spezialevents wollen wir neue Gäste ansprechen, die sonst nicht unbedingt zu uns auf den Ballenberg kommen», sagte Peter Kohler, Direktor des Freilichtmuseums.

Der letztjährige Erfolg ermunterte Antonia Landis, Verantwortliche für den Event rund um das Pferd, wiederum ein vielseitiges Programm zusammenzustellen. «Das Pferd begleitet den Menschen seit Urzeiten – die Faszination für dieses Tier ist auch heute ungebrochen, gibt es doch über 20 000 Pferdebesitzer und 110 000 Pferde in der Schweiz», erwähnte Salome Wägeli, Betriebsleiterin im Nationalen Pferdezentrum Bern, in ihrer Eröffnungsansprache.

80 bis 100 Kilogramm Last

Die Säumervereinigung Unterwalden zeigte in ihrem Lager im Brandboden und bei ihren Umzügen in historischer Aufmachung, wie das Säumerleben mit Pferden und Maultieren ablief. Ein Zug der Train-Rekrutenschule 2018 demonstrierte den vielseitigen Einsatz der Pferde im Militär. Da wurde Material transportiert, bis 100 Kilogramm schwer, und das Gelände zu Pferd überwacht. Die Armee hat aber auch eigene Hufschmiede, die vor den Augen der staunenden Besucher Hufeisen anfertigten und diese den Tieren anpassten.

Roman Zürcher, angereist mit seinen Eltern aus Walkringen, fand es «total lässig», dank Instruktion von Hufschmiederekrut Felix Graf einen eigenen Hufnagel zu schmieden. Die «Freunde nostalgischer Landarbeiten» aus Triengen LU droschen beim Bauernhaus aus Madiswil das Getreide mit einem pferdebetriebenen «Göpel» und füllten die Körner in Säcke ab zum Transport in die Mühle.

Akrobatik auf dem Rücken

In der Freizeit werden Pferde in den verschiedensten Sportarten eingesetzt – so auch beim Voltigieren. Das Voltige-Team Interlaken demonstrierte bei seinen Auftritten, worauf es ankommt: Turnerische und akrobatische Übungen wurden auf einem sich an einer Longe im Kreis bewegenden Pferd perfekt ausgeführt und ernteten grossen Applaus vom Publikum. Reich bestaunt wurden die kunsthandwerklichen Arbeiten von Monika Schmied aus Lanzenhäusern, welche aus Rosshaar schmucke Armbänder, Halsketten, Broschen und sogar Handyanhänger herstellte.

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