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Im März fällt der Startschuss fürs Facelift

Der Marchgraben entlang der Grenze zwischen den Gemeinden Interlaken und Ringgenberg wird aufgewertet. Der Kanton hat seinen Beitrag verabschiedet. Mit den Bauarbeiten soll Mitte März begonnen werden.

Der Marchgraben – im Bild der Auslauf vor der Unterquerung des Uferweges – wird aufgewertet. Der Baustart ist für Mitte März vorgesehen.
Der Marchgraben – im Bild der Auslauf vor der Unterquerung des Uferweges – wird aufgewertet. Der Baustart ist für Mitte März vorgesehen.
Hans Urfer

«Für das Wasserbauprojekt ‹Revitalisierung Marchgraben› in der Gemeinde Ringgenberg hat der Regierungsrat des Kantons Bern einen Kredit von 62'000 verabschiedet», teilte am Donnerstag die Staatskanzlei mit. Wie bereits seit längerer Zeit bekannt, übernimmt der Bund 93'000 Franken der Kosten für die Aufwertung des Grabens. Bei veranschlagten Projektkosten von 155'000 Franken – die Gemeindeversammlung von Ringgenberg hatte den Verpflichtungskredit in gleicher Höhe im Juni vergangenen Jahres einstimmig genehmigt – hat die Gemeinde Ringgenberg somit keinen Beitrag an die Projektkosten zu leisten.

Im Jahr 2010 fing alles an

Den Ursprung für die Aufwertung des Grabens zwischen Interlaken und Ringgenberg bildeten die Untersuchungen der Firma Impuls im Jahr 2010. Letztere war dannzumal auf Anregung des Uferschutzverbandes Thuner- und Brienzersee entlang der Aare zwischen Thuner - und Brienzersee auf der Suche nach Aufwertungspotenzial bezüglich Ökologie und Erholungswerten. Aus dem Katalog wurden insgesamt 14 Projekte näher beleuchtet. Neben zwei Standorten unterhalb und oberhalb der Beau-Rivage-Brücke in Interlaken sowie einem im Wilderswilmoos sollte auch der Unterlauf des Marchgrabens aufgewertet werden.

Das Projekt sieht vor, den Graben entlang des Grundstücks der Aare Motel AG auf einer Länge von rund 60 Metern und einer Breite von maximal 25 Metern aufzuwerten. Eine Sohlenabsenkung von bis zu 2 Metern soll die Vernetzung mit dem Aarelauf auch bei Niederwasser im Winter sicherstellen und so Lebensraum für Fische schaffen. Der bestehende Durchlass beim Uferweg sei zu vergrössern. Dazu soll es kleine Tümpel geben, worin ­Lebensräume für gefährdete Froscharten geschaffen werden sollen. Ziel ist es zudem, den viel begangenen Fussweg zwischen Goldswil und Interlaken zu verschönern.

Nachdem nun die Kantonsgelder gesprochen worden sind und der Bundesbeitrag (93'000 Franken) gesichert ist, kann mit den Bauarbeiten gestartet werden. «Mitte März werden wir mit kleinen Holzerarbeiten beginnen und somit definitiv mit der Umsetzung des Revitalisierungsprojektes starten», sagte Sam Zurbuchen, in Ringgenbergs Gemeinderat zuständig fürs Bauwesen, am Donnerstag auf Anfrage.

Durchlass vergrössern

Als Erstes gelte es, so Zurbuchen, den Durchlass unter dem Uferweg zu vergrössern. Zu diesem Zweck soll beim Auslauf das ­Aarewasser gestaut werden, damit mit dem Aushub begonnen werden kann. «Wir gehen davon aus, dass rund ein Meter tief gegraben werden muss, damit sichergestellt werden kann, dass später das Aarewasser auch tatsächlich in den Marchgraben hin­einfliesst», sagte Zurbuchen.

Während dieser Phase der Bauarbeiten müsse der Uferweg bis zu zwei Wochen gesperrt werden. Die Gemeinde hat sich laut Zurbuchen zum Ziel gesetzt, in dieser Zeit eine Umleitung durchs Areal der AG anzubieten. Voraussetzung dafür ist die Zustimmung der Eigentümer der Aare Motel AG. Ein entsprechendes Gespräch soll demnächst geführt werden.

Verschönerung noch offen

Gemeinderat Zurbuchen rechnet mit einem Abschluss der Arbeiten auf Ende Mai. Noch offen ist, wie das Gebiet beim Auslauf des Grabens verschönert werden soll. «Sicher werden wir versuchen, eine attraktive ‹Möblierung› der Anlage zu realisieren», sagte Zurbuchen. Die Kosten für die «Verschönerung» gehen zulasten der Gemeinde.

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