Lenk

Ja zu Talk AG, aber Kleine einbeziehen

LenkÜberraschend deutlich haben die Stimmberechtigten des Vereins Lenk Tourismus am vergangenen Freitagabend der Tourismusdestinationsverdichtung der neuen Talk AG grünes Licht gegeben.

Hält ein flammendes Plädoyer für die Destinationsverdichtung: Roland Roland Berger (re.), Präsident Lenk Tourismus, neben Albert Kruker, Direktor Lenk Simmental Tourismus.

Hält ein flammendes Plädoyer für die Destinationsverdichtung: Roland Roland Berger (re.), Präsident Lenk Tourismus, neben Albert Kruker, Direktor Lenk Simmental Tourismus.

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Der Saal des Kuspo an der Lenk war voll, als am vergangenen Freitagabend der Verein Lenk Tourismus seine Mitgliederversammlung abhielt. Grund dafür war Präsident Roland Bergers Präsentation des Konzeptes für die Tourismusorganisation Adelboden-Lenk-Kandersteg AG, kurz Talk AG, sowie die Abstimmung über deren weiteres Vor­gehen. Brisant war, dass das ­Konzept erst am 29. Februar öffentlich gemacht wurde und nun bereits darüber abgestimmt werden sollte.

«Wir sind doch total überfordert worden», meinte ein erzürnter Stimmberechtigter, dem alles viel zu schnell ging. Er stellte den chancenlosen Antrag, sämtliche Anträge des Vorstands zurückzuweisen, um sie drei Monate später, nachdem man genug Zeit gehabt habe, das Konzept zu studieren, unverändert wieder vorzulegen. «Das ist unnötige Zeitverzögerung», hielt ein Befürworter von den Bergbahnen Lenk dagegen, und ein Vertreter der Lenker Hotellerie bekräftigte, Geschwindigkeit sei matchentscheidend.

Verdichtung ist alles

Trotz der zahlreichen kritischen Voten der Mitglieder war man sich im Tenor einig: Die drei Täler sind zu klein dafür, in Zukunft eigenständig überleben zu können. Nach der Verdichtung gehöre man touristisch gesehen zu den Top Ten, wurde prophezeit. Jemand fragte, ob man sich nicht, wie seit eh und je, vom Simmental aus westwärts, also nach Gstaad/Saanenland orientieren wolle statt ostwärts. Schliesslich bestünden ins Saanenland Strassen- und Bahnverbindungen, nach Osten jedoch nicht.

Doch diese Frage wurde offenbar zu spät gestellt, denn laut Lenk-Tourismus-Präsident Roland Berger sei man heute nicht hier, um darüber zu diskutieren. Wie viel das Ganze koste, wenn man heute ja zur Talk AG sage, nur um sie im Sommer bei der definitiven Abstimmung endgültig bachab zuschicken, konnte oder wollte Gerber nicht beantworten. Gerber hielt ein flammendes Plädoyer für die Talk AG, der er als Verwaltungsratspräsident vorsitzen wird.

Begleitgruppe ist ein Muss

René Müller, Vizepräsident der Gemeinde Lenk, forderte in einer Stellungnahme der Gemeinde die Gründung einer Begleitgruppe, welche «regelmässig und in engen Abständen durch die Arbeitsgruppe über den Stand der Arbeiten informiert wird und ihre Zustimmung für die nächsten Schritte erteilt». Dieser Begleitgruppe müssten zwingend Vertreter aus Hotellerie, Gewerbe, Bergbahnen und den kleinen Gemeinden des Simmentals angehören. Der Antrag wurde angenommen.

Entsprechend wurde der Antrag 3b des Vorstandes wie folgt geändert: «Die Mitgliederversammlung beauftragt den Vorstand, sich bei der Klärung der noch offenen Fragen einzubringen und in Zusammenarbeit mit einer begleitenden Interessengruppe dafür zu sorgen, dass das Konzept zeitnah bis zur Umsetzungsreife verfeinert wird.»

Vertrauen in die Arbeiten

Roland Gerber freute sich nach der für ihn geglückten Abstimmung über das Vertrauen der Lenker in ihre Arbeit. Er bezeichnete das Abstimmungsresultat, welches mit einer guten Zweidrittelmehrheit übererwartet deutlich ausfiel, als «Steilpass» für die anderen involvierten Tourismusvereine und erhofft sich davon eine «Signalwirkung für die anderen Täler.»

Darüber, ob die Mitglieder der neuen Talk AG definitiv zustimmen oder nicht, werden diese in einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung im kommenden Sommer befinden.

(Berner Zeitung)

Erstellt: 21.03.2016, 06:08 Uhr

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