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Ja zur Schulsozialarbeit

An der Gemeindeversammlung wurden alle drei Vorlagen im Sinne des Gemeinderates gutgeheissen. Einzig zu den 200 000 Franken für die dreijährige Schulsozialarbeit-Projektphase, die dem Referendum unterstellt waren, gab es Opposition.

An der Gemeindeversammlung in Zweisimmen am Mittwoch wurden alle drei Vorlagen angenommen.
An der Gemeindeversammlung in Zweisimmen am Mittwoch wurden alle drei Vorlagen angenommen.
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Besuchten 169 oder 185 Stimmberechtigte am Mittwoch die ausserordentliche Gemeindeversammlung in Zweisimmen? Nach erster Zählung durch die Stimmenzähler verkündete Gemeindepräsident Ueli Zeller gestützt auf deren Angaben die Anwesenheit von 169 Stimmenden. Das ­geheime Abstimmungsprozede­re zur geänderten Überbauungsordnung «Schneesportgebiet St. Stephan-Zweisimmen» erforderte eine Nachzählung mit entsprechender Korrektur auf 185.

Die neue Bergstation und der oberste Teil der Gondelbahnanlage ins Saanersloch liegen auf Zweisimmner Gemeindegebiet. Da die Zeit drängt, mussten sowohl in Saanen (wir haben berichtet) wie auch in Zweisimmen ausserordentliche Gemeindeversammlungen die vorliegenden Überbauungsordnungen raumplanerisch gutheissen.

Mit 171 zu 9 Stimmen bei 2 Enthaltungen gab auch Zweisimmen dem Vorhaben mit der leicht geänderten Linienführung, der Erweiterung des Restaurationsbetriebes im bestehenden Berghaus sowie mit den geplanten Pistenkorrekturen zur Erhöhung der Sicherheit grünes Licht. Die Inbetriebnahme der neuen 10er-Gondelbahn Saanenmöser–Saanersloch ist auf Winter 2018/2019 geplant.

Speiser sieht Lehrer in Pflicht

Für die dreijährige Projektphase zur Schulsozialarbeit vom 1. August 2017 bis 31. Juli 2020 hatte der Gemeinderat den im Januar beschlossenen Bruttokredit von 200 000 Franken dem fakultativen Referendum unterstellt. Mit 62 Unterschriften wurden die Behörden verpflichtet, die Vorlage dem Stimmvolk vorzulegen.

Aus der sachlichen Argumentation im Sinne der Gemeinde- und Schulbehörden durch SP-Gemeinderätin Claudia Gautschi ging hervor: «Die sozialen Schwierigkeiten im Umfeld der Schulen, mit aktuell 18 Fällen, haben zugenommen, Lehrpersonen und Schulleitung stossen an ihre Grenzen. Die Inanspruchnahme der zentralen Kesb als Beispiel hat unakzeptable Wartefristen.» Boltigen hat die Zusammenarbeit in der Schulsozialarbeit bereits zugesichert.

«Soziale Schwierigkeiten im Umfeld der Schulen haben zugenommen.»

Gemeinderätin Claudia Gautschi

Die Opposition von SVP-Grossrätin Anne Speiser und William Perreten sah Problem­lösungen in erster Linie in der Kompetenz von Lehrpersonen. Es gebe eine unüberblickbare Anzahl von Beratungsstellen und der Schulsozialdienst diene der städtischen Agglomeration mit Migrationsproblemen, waren Gründe für die Ablehnung. Die geforderte geheime Abstimmung führte mit 97 gegen 78 Stimmen zum positiven Resultat mit der Einführung der Schul­sozialarbeit während der vorgesehenen Projektphase.

Diskussionslos passierte der Bruttokredit von 375 000 Franken für die Erneuerung der Strassenentwässerungsleitung an der Farbgasse. Das Kanalisations­projekt ist koordiniert mit der Wasserversorgung- und der Fernwärmegenossenschaft mit Anschlussinteresse unter andern durch die Gemeindeverwaltung Zweisimmen.

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