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Jäger als Umweltschützer

Jungjäger im Dienste des Umweltschutzes: An der Uferputzete in der Weissenau entsorgten sie Schwemmholz und Abfall.

Anne-Marie Günter
Umgeben von Natur: Im dichten Schilf sammelten die Teilnehmer Schwemmholz ein.
Umgeben von Natur: Im dichten Schilf sammelten die Teilnehmer Schwemmholz ein.
Anne-Marie Günter

«Für mich ist es ein Glücksfall, dass wir hier mit unserem Ausbilder mithelfen können», sagte Peter Marti aus Reichenbach. Er ist Jungjäger und muss auf dem Weg zum Jagdpatent Hegestunden leisten und die Natur fundiert kennen lernen. Martis Ausbilder ist Ruedi Wyss von der Abteilung Naturförderung beim Kanton Bern. Er ist zuständig für die Naturschutzgebiete im Oberland, also auch für die Weissenau am oberen Ende des Thunersees.

Das attraktive Naturschutz­gebiet, durch das ein viel begangener dammartiger Wanderweg führt, ist seit 1933 ein Schwerpunktprojekt des Uferschutzverbandes Thuner- und Brienzersee (UTB). Einmal im Jahr sind seine Mitglieder zur Uferputzete aufgerufen.

Pampers und Schilfhalme

Dank der Gruppe der Jungjäger war es dieses Mal eine stattliche Anzahl Helferinnen und Helfer, die am Samstag vom Neuhaus aus den See entlanggingen und links und rechts am Ufer Abfall auflasen. Links gabs Pampers, Plastik und Papier, rechts am See vor ­allem Schwemmholz, mitgeschwemmtes aus Bächen und bearbeitetes aus Bauten. «Bei Wellengang knickt es die jungen Wasserschilfhalme», erklärte Wyss.

Für Peter Zingg, Vizepräsident des UTB, ist die Aktion vor allem «Menschenschutz». Wer sieht schon gern Zivilisationsabfälle im Naturschutzgebiet? Und wird es in Zukunft noch im Schilf brütende Wasservögel, laichende Hechte und eine grosse Diversität an Büschen und Bäumen in einer Auenlandschaft geben? Weissdorn, Schwarzdorn, Pfaffenhütchen, Kiefer, Föhre, Lärche? Die Jungjäger rätselten parallel zur Arbeit, während Peter Ernst aus Brienz mit einem Golfplatzfahrzeug Fuhre um Fuhre Schwemmholz zum Container auf dem Weissenau-Parkplatz fuhr.

Ruedi Wyss schätzte, dass es schliesslich elf Kubikmeter Holz waren, die bei der Avari zur ­Wärmeproduktion abgeliefert werden.

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