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Jasmin Gäumann war die stärkste Schwingerin

Zum ersten Mal fand am Sonntag in Frutigen das Frauen- und Meitlischwingfest statt. Siegerin bei den Aktiven wurde Jasmin Gäumann aus ­Häutligen.

Jubel nach dem Schlussgang: Jasmin Gäumann.
Jubel nach dem Schlussgang: Jasmin Gäumann.
Herbert Kobi

Eine Rekordanzahl von Schwingerinnen trafen sich am Sonntag auf dem Schulareal in Frutigen. 137 Frauen und Mädchen kämpften um den Tagessieg bei den Frauen (Jahrgang 2002 und älter), Meitli 1 (2003 bis 2005), Meitli 2 (2006 bis 2008) und Zwergli (2009 bis 2011). Knaben (2011/2012) wären auch startberechtigt gewesen.

Kurzer Prozess gemacht

«Bei schönem Wetter, welches bis nach der Rangverkündigung gehalten hat, konnten die rund 850 Zuschauer in einer herrlichen Kulisse spannende Wettkämpfe auf vier Plätzen verfolgen», erklärte Natalie Siffert, Medienchefin des Eidgenössischen Frauenschwingerbandes, nach dem Anlass. Das Organisationskomitee Präsidentin Franziska Ruch nutzte die Gelegenheit zur Zusammenarbeit mit dem Schwingklub Frutigen und konnte einen schönen Gabentempel im Gesamtwert von mehreren Tausend Franken präsentieren.

Der Anschwinget und die ersten Gänge standen ganz im Zeichen der Einheimischen Franziska Ruch aus Frutigen. Nach dem Vormittag lag sie mit 29,00 Punkten ganz knapp vor Michelle Brunner, Manuela Egli, Rebekka Wälti und Melissa Klossner. Sarah Wisler und Andrea Deck folgten auf dem dritten Rang. Am Nachmittag bei bestem Schwingerwetter und vor einer grossen Anzahl von Schaulustigen trennte sich die Spreu vom Weizen. Nicht mit Taktieren, sondern mit beherztem Schwingen kämpften sich Diana Fankhauser aus Chesalles sur Oron sowie Jasmin Gäumann aus Häutligen in den Schlussgang. Dort machte Gäumann relativ kurzen Prozess und legte ihre Widersacherin platt auf den Rücken.

Mit viel Kampfstärke

Vom früher vielfach belächelten Frauenschwingen kann man auch nach dem Frutiger Fest behaupten, dass das weibliche Geschlecht Stärken und Kampfgeist, aber auch technische Fähigkeiten gezeigt hat. Kein Kampf ging auf Abwarten, sondern es wurde von Beginn der Angriff gesucht. Dies bewiesen auch die Ausgänge aller Schlussgänge. Trotz Müdigkeit aus den bisherigen Zweikämpfen und der herrschenden Frühjahrswärme wurde von Anfang an eine 10,0 gesucht.

«Es waren 137 Athletinnen und Athleten am Start. Und wieder konnte ein neuer Teilnehme­rinnenrekord verbucht werden. Das Ambiente und die Stimmung unter den Zuschauern sowie den Schwingerinnen war sehr gut, und es konnte an die letztjährige Form angeknüpft beziehungsweise an die Form des Hallenschwinget von Basel angeknüpft werden», sagte Siffert ­abschliessend.

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