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Jubiläum ganz im Zeichen des Hunter-Jets

Dank dem vor 25 Jahren gegründeten Hunterverein Interlaken hat der Erdkampfjäger Hunter J-4007 die Verschrottung überdauert und steht flugbereit im Hangar U122. Der Verein begeht am Samstag sein 25-Jahr-Jubiläum.

Vertreter des Hunterverein-Vorstandes mit ihrem Hunter «James Bond» v.l.: Christoph Michel, Beisitzer für Reisen und Besuche, Beat Gerber (im Cockpit) Präsident, Kurt Steffen, Technischer Leiter, und Bruno Knecht, Vizepräsident.
Vertreter des Hunterverein-Vorstandes mit ihrem Hunter «James Bond» v.l.: Christoph Michel, Beisitzer für Reisen und Besuche, Beat Gerber (im Cockpit) Präsident, Kurt Steffen, Technischer Leiter, und Bruno Knecht, Vizepräsident.
Beat Jordi

In den späten 1950er-Jahren galt es, die ersten Serien der damaligen Düsenflugzeuge D.H.100 Vampire und D.H.112 Venom durch moderne Kampfflugzeuge abzulösen. Nach der Stornierung des in der Schweiz entwickelten FFA P-16 fiel die Wahl auf den britischen Hawker Hunter Mk 6.

Dieser Flugzeugtyp galt in der damaligen Fachwelt als Spitzenprodukt. Im April 1958 begann die Auslieferung und Überführung der ersten 100 Maschinen (Schweizer Bezeichnung Mk 58) von England in die Schweiz.

Ab 1972 wurden nochmals 60 Maschinen beschafft (Mk 58A) und 1975 zusätzlich 8 Doppelsitzer. Erst Ende 1994, nach 36 Jahren, wurden die mehrmals modifizierten Hunter-Kampfflugzeuge ausser Dienst gestellt.

Vor Verschrottung gerettet

Der ausgegebene Befehl war klar – die ausgemusterten Flugzeuge der Schweizer Luftwaffe sollen verschrottet werden. Einige Exemplare fanden den Weg in Flugmuseen, ins Verkehrshaus in Luzern, zum Hunterverein Obersimmental oder ins Ausland. Ein paar Militäraviatikfreunde fanden, dass auch in Interlaken ein Hunter erhalten bleiben soll, und retteten ein Exemplar durch abenteuerliche Standortverschiebungen. 23 Aviatikfans gründeten am 8. Mai 1992 den Hunterverein Interlaken, kurz Huver genannt.

Ihren ursprünglichen Jet mit der Bezeichnung J-4152 «Robin Hood» hat der Verein etwas später ans Fliegermuseum Dübendorf abgegeben, da die Aussicht bestand, einen andern Hunter mit der Immatrikulation J-4007 «James Bond» zu erhalten.

«Diese Maschine steht heute im vom Verein gemieteten Hangar auf dem ehemaligen Militärflugplatz Interlaken, ist perfekt gewartet und absolut flugbereit», erklärte Kurt Steffen, Gründungsmitglied und heute Technischer Leiter im Huver. Allerdings darf ab dem Flugplatz Interlaken nicht mehr geflogen werden, die Auflagen sind zu gross.

Über 350 Mitglieder

Im Hunterverein Interlaken machen Frauen und Männer aus der ganzen Schweiz und aus dem Ausland mit. Sie stammen aus den unterschiedlichsten Berufen, von der Hausfrau bis zum ­Astronauten, vom ehemaligen Flugzeugmechaniker bis zum kaufmännischen Angestellten. Sie alle teilen die Begeisterung an der Aviatik, im Beruf oder als Hobby.

Der Verein bietet ihnen vieles, wie Präsident Beat Gerber aufzählte: «Wir machen den Unterhalt an unserem Flugzeug selber in Fronarbeit, besuchen mit unsern Exponaten Flugschauen und Ausstellungen, führen Fachreisen durch, Erhalten das Wissen über den Hunter aktuell mit Vorträgen, bauen Modelle oder organisieren Führungen für Schulen, Firmen und Vereine, um nur ein paar Beispiele zu geben.»

«Auf dem Militärflugplatz Interlaken arbeiteten früher über 500 Spezialisten, vom Flugzeugspengler bis zum Elektroniker,» weiss Kurt Steffen zu berichten, «einige von ihnen sind heute besonders wichtig für uns, wenn es um das Know-how rund um den legendären Hunter-Jet geht,» ergänzte er.

Für das 25-Jahr-Jubiläum am Samstag sind keine öffentlichen Feierlichkeiten geplant. Der Vorstand legt den Fokus auf die Pflege der Kameradschaft unter den Vereinsmitgliedern.

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