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«Klein – aber oho»

Die bereits 19. Country Night in Grindelwald bot ein abwechslungsreiches Programm für Countryfans und Leute, die es noch werden könnten. Das Warm-up war in Ober­länder Hand.

Sängerin Stephanie Urbina Jones mit ihrer Band auf der Grindelwalder Countrybühne.
Sängerin Stephanie Urbina Jones mit ihrer Band auf der Grindelwalder Countrybühne.
Anne-Marie Günter

«Auf einer der Rückmeldungen, die ich erhalten habe, stand ‹Klein – aber oho›», sagt Beat Dolder, Präsident des Country Music Fan Club Grindelwald, der die Country Night in Grindelwald ­organisiert. Die 19. Ausgabe vom vergangenen Samstag begann schon am Nachmittag. Auf der Bühne auf dem Eiger+-Platz stand der Hasliberger Chrigel Zenger mit seiner 4-Season-Band. Sie spielten und sangen sich querbeet durchs Countryland, inklusive natürlich des Evergreens «Country Roads».

Die Gäste an den Festtischen trugen etwas öfter Cowboyhüte als üblich; Karohemden gehören heute eh zur sportlichen Bekleidung.Passanten freuten sich über die Zusatzattraktion im Gletscherdorf. Vor allem Kinder freuten sich über das Bullriding und das Armbrustschiessen oder waren auf zwei geduldigen echten Pferden unterwegs. Chrigel Zenger genoss die Atmosphäre, vor allem auch die herrliche Sicht auf das Wetterhorn von der Grindelwalder Seite aus.

Von der Schweiz in die USA

Am Abend war die Curlinghalle der Place to be für Countryfans. Sie war für die Nacht mit schwarzem Tuch voll verkleidet, sodass nichts von der Bühne ablenkte. Traditionsgemäss begann der Abend mit einer Schweizer Band und Bluegrass. Auf der Bühne stand die Sunny Mountain Grass Band aus der Ostschweiz, die seit dreissig Jahren im Einsatz steht, hörbar immer noch mit Spass.

Dann gings musikalisch nach Übersee. Stephanie Urbina Jones aus den USA überzeugte mit einer ausdruckstarken Stimme, eigenen Songs über die Sonn- und Schattseiten des Lebens und einer expressiven Interpretation von Johnny Cashs «Ring of Fire». Am 2. Oktober hatte die Coun­trysängerin mit mexikanischen Wurzeln in der Countrystadt Nashville Standing Ovations bekommen, als sie ihren Traum wahr machte und mit einer Mariachi-Band auftrat. In Grindelwald sang sie mit einer Countryband.

Überraschende South Hill

Als überraschend vielseitig, überraschend energiegeladen und überraschend top an den Gitarren erwies sich die kanadische Band South Hill mit der tanzenden Fiddlerin Linsey Beckett und dem Steel-Guitar-Star und Bandmitbegründer Steve Piticco. Und mehr in Richtung Party und ­Rockabilly gings nach Mitternacht mit den Louisville Poppers aus Friedrichshafen.

Um zwei Uhr morgens meldete das Organisationskomitee, dass es die 19. Country Night noch eine halbe Stunde ausklingen lasse. Etliche der rund hundert Helferinnen und Helfer waren dann noch viel länger im Einsatz, denn am Sonntag um 17 Uhr war die Curlinghalle wieder bereit für die kommende Eisproduktion.

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