Kopf der Woche: Mike Schmid

Frutigen

Mit emotionalen Momente jeglicher Art zum «BO Kopf der Woche»: Der Frutigländer und erster Skicross-Olympiasieger in die Geschichte Mike Schmid.

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Jürg Spielmann

«Olympiasieger der Herzen»: Diesen inoffiziellen Titel hatte sich der Frutigländer an den Olympischen Spielen 2010 im kanadischen Vancouver redlich verdient. Dank seiner unaufgeregten, sympathischen und stets ­bescheidenen Art eroberte Mike Schmid die Herzen der helve­tischen Sportanhänger im Nu.

Aber nicht von ungefähr: In Cypress Mountain war es gewesen, wo der hünenhafte Bauarbeiter am 21. Februar den Grundstein für ganz Grosses gelegt hatte. Nach dem gewonnenen Qualifikationslauf sahen seine Kontrahenten auch in den Finaldurchgängen nur das Heck seines Bindungsautomaten – das bis zum goldenen Ende. Mike Schmid ging als erster Skicross-Olympiasieger in die Geschichte ein.

Es war eine Geschichte, die auf dem besagtem Höhepunkt wahrhaftig märchenhafte Züge aufwies. Und die nun, längst zum Drama mutiert, exakt 2112 Tage und vier Kreuzbandrisse später, ein jähes Ende nahm. Mittlerweile Vater zweier Kinder, nahm der 31-Jährige die unmissverständlichen Signale seines Körpers respektive seiner havarierten Knie wahr – und zog einen Schlussstrich. Für eine bessere Zukunft.

Das Handwerk hat goldenen Boden. Der «Chrampfer» Mike Schmid verkörpert diese Redensart geradezu ideal. Möge darum des Strassenbauers Weg nach der Sportkarriere von Glück und Zufriedenheit gepflastert sein. Uns bleibt noch, den Hut zu ziehen – und uns mit dem Titel «BO Kopf der Woche» für emotionale Momente jeglicher Art zu bedanken. «Merci Mike!»

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