Kippel

Kristall für innovatives Museum

KippelDas Lötschentaler Museum in Kippel gewinnt für sein Projekt «Kulturerbe für alle» den mit 20'000 Franken dotierten Welterbe-Kristall.

Die Preisverleihung mit (v.l.) Kuratorin Rita Kalbermatten-Ebener, Beat Ruppen (Geschäftsleiter der Stiftung UNESCO-Welterbe Swiss Alps Jungfrau-Aletsch), SAB-Direktor Thomas Egger und Thomas Antonietti (Leiter und Kurator des Lötschentaler Museum).

Die Preisverleihung mit (v.l.) Kuratorin Rita Kalbermatten-Ebener, Beat Ruppen (Geschäftsleiter der Stiftung UNESCO-Welterbe Swiss Alps Jungfrau-Aletsch), SAB-Direktor Thomas Egger und Thomas Antonietti (Leiter und Kurator des Lötschentaler Museum). Bild: Hans Kopp

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An der Preisverleihung des Welterbe-Kristalls 2015 am Dienstag erhielten die geladenen Gäste einen Einblick in das Siegerprojekt «Kulturerbe für alle» des Lötschentaler Museums in Kippel im Lötschental.

Unter der Führung des Konservatorenteams Rita Kalbermatten-Ebener und Thomas Antonietti konnte das Sammlungslabor als Zentrum des neuen Angebots besichtigt werden. «Ein dynamisches und provokatives Objektangebot lädt die Besucher ein, selber Wissen zu produzieren», sagten die Ausstellungsleiter.

Sieger aus 15 Projekten

Beat Ruppen, Geschäftsleiter der Stiftung UNESCO-Welterbe Swiss Alps Jungfrau-Aletsch, erläuterte die Ziele des Welterbe-Kristalls. «Projektträger, die sich in besonderem Mass für die Sichtbarkeit dieses Welterbes einsetzen, sollen mit dem Welterbe-Kristall eine verdiente Anerkennung erhalten», führte Ruppen aus. Zudem sollen die Siegerprojekte durch die Preisverleihung bekannt gemacht und ein Nachahmungseffekt ausgelöst werden. Dieses Jahr haben sich 15 spannende Projekte aus der Region für den Welterbe-Kristall beworben.

Dass es unter diesen Umständen der fünfköpfigen Jury nicht einfach gefallen sei unter den hochstehenden Projekten eine Auswahl zu treffen, das betonte Jury-Präsident Thomas Egger. «Letztlich entschied sich die Jury einstimmig für das Projekt ‹Kulturerbe für alle› des Lötschentaler Museums», sagte der Direktor der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB). Besonders überzeugt habe die Jury das neuartige Konzept mit dem Sammlungslabor im Zentrum. Mit diesem würden dem Publikum der gesamte Museumsbestand und die Archivdokumentation zugänglich gemacht.

«Ein besonderer Fokus wird auf Jugendliche und Schulklassen gelegt», betonte Egger. Die Besucher würden angeregt, sich mit Geschichte und Kultur eines wichtigen Teils des Welterbes Swiss Alps Jungfrau-Aletsch zu befassen. Sie könnten mit dem dynamischen und provokativen Objektangebot selbständig neues Wissen generieren. «Das innovative Konzept mit dem Sammlungslabor im Zentrum widerspricht dem Image der verstaubten Museen und zeigt exemplarisch die zukunftsgerichtete und nachhaltige Arbeit des Lötschentaler Museums», führte Egger weiter aus.

Altes mit Neuem verbinden

«Diese Auszeichnung ist für uns eine sehr wichtige Anerkennung», sagte Rita Kalbermatten-Ebener, Kuratorin des Lötschentaler Museums in ihrer Dankesadresse. Es sei eine primäre Aufgabe eines Museums, Kulturgüter zu erhalten und für künftige Generationen aufzubereiten. Sich das kulturelle Erbe aktiv anzueignen, heisse auch, das Alte mit dem Neuen zu verbinden, beispielsweise alte Museumsobjekte mit neuen Medien zu kombinieren.

So könne gerade bei einem jüngeren Publikum Neugier und Lust auf das kulturelle Erbe geweckt werden. In seiner Kulturbotschaft 2016 bis 2020 nenne der Bundesrat als wichtiges Ziel zur Kulturförderung «die kulturelle Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen zu verbessern», ergänzte die Kuratorin.

Nachhaltige Wirkung

Dass der Welterbe-Kristall nicht nur einen finanziellen Wert hat, erläuterte Ernst Baumberger, Leiter Unernehmenskommunikation der Kraftwerke Oberhasli AG (KWO), in seinem Rückblick: «Der Gewinn des Welterbe-Kristalls 2014 war eine Anerkennung unseres Engagements zur Gewässeraufwertung in unserem Wassereinzugsgebiet», so Baumberger.

«Die KWO ist stolz auf diesen Preis und er motiviert unsere Mitarbeitenden, sich weiterhin tagtäglich für ein nachhaltiges Miteinander einzusetzen.» (Berner Oberländer)

Erstellt: 13.10.2015, 17:18 Uhr

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