Zum Hauptinhalt springen

Kritische Bürger, intensive Diskussionen

Die Gemeindeversammlung Leissigen genehmigte sämtliche Geschäfte und bekräftigte den Widerstand gegen den Ersatz der Bahn.

Positiv beurteilte die Versammlung die Erfolge, die der Gemeinderat und der Verein Leissigen Futura bei der Redimensionierung der Kreuzungsstelle ausgehandelt haben.
Positiv beurteilte die Versammlung die Erfolge, die der Gemeinderat und der Verein Leissigen Futura bei der Redimensionierung der Kreuzungsstelle ausgehandelt haben.
Fritz Lehmann

Leissigen wächst schnell. «Damit nehmen die Steuererträge zu; aber wir müssen auch mehr in den Finanzausgleich zahlen und in die Infrastruktur investieren», erklärte Finanzverwalterin Franziska Leuenberger an der Gemeindeversammlung. Und die Gemeinde muss eine neue Kindergartenklasse und – zumindest vorübergehend – eine neue Schulklasse eröffnen.

So rechnet das Budget 2019 im Gesamthaushalt bei 5 Millionen Franken Ertrag mit 197'074 Franken Aufwandüberschuss. Ein Rückweisungsantrag wegen eines Druckfehlers bei einer Zahl im Infoblatt der Gemeinde wurde mit 43 zu 9 Stimmen abgelehnt; das Budget wurde genehmigt.

Geprüft, geändert, genehmigt

Ja sagte die Mehrheit der 67 anwesenden Stimmberechtigten auch zur total revidierten Gemeindeordnung. Zuvor war der Antrag angenommen worden, die Frist für die Behandlung von Gemeindeinitiativen nicht zu verlängern.

Einen Kredit von 210'000 Franken für die Sanierung der Quellfassungen Gubi, Ritt und Stoffelberg genehmigte die Versammlung unter der Bedingung, dass dafür keine Darlehen aufgenommen werden. Unverändert genehmigt wurden ein Rahmenkredit von 320'000 Franken für die Sanierung von Gemeindestrassen in den nächsten vier Jahren, das neue Reglement über die Feuerungskontrolle sowie 150'000 Franken für die automatische Beckenreinigung im ARA-Pumpwerk.

Dorf kämpft für Bahn

Die Orientierung des Gemeinderates über den Stand im Kampf für einen guten ÖV-Anschluss und für Verbesserungen im Projekt für die neue Zugkreuzungsstelle mündete in eine lange und lebhafte Diskussion. Positiv beurteilten alle die Erfolge, die der Gemeinderat und der Verein Leissigen Futura bei der Redimensionierung der Kreuzungsstelle ausgehandelt haben – so müssen keine Häuser abgerissen werden, die Speiseleitung kommt in den Boden, und die Züge brausen weniger schnell durchs Dorf.

Am Einsatz des Gemeinderates für einen dichten Busfahrplan schieden sich die Geister. Während einige darin eine Schwächung der Fundamentalopposition gegen den Bus sahen, waren andere froh, dass der Gemeinderat für die Zeit ab 2020 die bestmögliche Lösung aushandelt. Einig waren sich alle, dass die Bahnverbindung sicherer ist als der Bus und dass das Dorf weiterhin um die Bahn kämpfen wird.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch