Zum Hauptinhalt springen

Kühlanlage ist zu sanieren

Die 38 Jahre alte Kühlanlage des Eissport­zentrums Bödeli soll saniert und mit einer neuen Lüftung auf dem Dach ausgerüstet werden.

Die Kühlanlage des Eissportzentrums Bödeli ist in die Jahre gekommen und soll saniert werden.
Die Kühlanlage des Eissportzentrums Bödeli ist in die Jahre gekommen und soll saniert werden.
Monika Hartig

«Wir müssen die Sturm- und Notentlüftung im Maschinenraum der Kühlanlage den gesetzlichen Vorschriften anpassen. Dafür braucht es die Baubewilligung», sagt Andreas Waser, Betriebsleiter des Eissportzentrums Bödeli in Matten. Die mittlerweile 38 Jahre alte Kühlanlage, in deren System rund fünfeinhalb Tonnen Ammoniak zirkulieren, unterliege der Störfallverordnung des Bundes, sagt Waser.

Ammoniak sei ein effizientes natür­liches Kältemittel. «Eingepumpt in feine Röhrchen, die in Betonplatten unter Eisbahn und Curlingplatte verlegt sind, kühlt das Ammoniak die Wasserfläche, diese wird zu Eis», erklärt Waser.

Effizientes Kältemittel

«2014 hat eine Spezialfirma die Kühlanlage inspiziert und einen Risikobericht erstellt. Damit wir die Anlage weiterbetreiben dürfen, muss beispielsweise die Sturmlüftung geändert werden», informiert Waser. Das in geschlossenem Kreislauf zirkulierende flüssige Ammoniak wird durch Erwärmung gasförmig, wird dann abgesaugt und wieder komprimiert und verflüssigt.

«Sollte in unserem Maschinenraum einmal etwas passieren, so etwa ein Leck, müssten wir das Gas absaugen. Bis jetzt hat die Lüftung das Gas in die Schneegrube beim Gebäude geblasen», sagt Waser. Problematisch sei, dass das konzentrierte Gas stinke und ab einer gewissen Konzentration schädlich für Mensch und Tier sei.

Ein Rohr auf dem Dach

Um das auf Bodenhöhe austretende Gas ungefährlich zu machen, will man es neu in einem Rohr an der Südfassade nach oben führen. Geplant ist auch ein zwölf Meter hohes Rohr auf dem Dach des Gebäudes, wo das Gas gefahrlos austreten kann. Waser: «So kann man das Risiko für Personen klar verringern. Vorfälle gab es bis anhin aber noch keine.»

Mit Einsprachen sei nicht zu rechnen, da von den Gasemissionen keine Anwohner unmittelbar betroffen seien, meint Waser. Das Projekt liegt noch bis zum 24. April bei der Gemeinde auf.

Projektverfasserin ist die Universal Gebäudemanagement AG in Interlaken. Für die Anpassung der Sturmlüftung sei mit Kosten von etwa 60'000 Franken zu rechnen, sagt Waser. Mit den Arbeiten will man Ende April beginnen und diese etwa Ende Juli abschliessen können. «Anfang August sollen alle Tests und Abnahmen mit den Ämtern gemacht werden. Per Ende August wollen wir die Anlage wieder in Betrieb nehmen.»

Für das Unspunnenfest hat dessen Organisationskomitee beide Eishallen als Übernachtungsmöglichkeit für zwei Nächte reserviert. «Danach, ab der Nacht des 3. September, werden die Eisflächen für die neue Saison gekühlt», so Andreas Waser.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch