Kurzfilmtage im Iglu-Dorf

Erlenbach

Am Wochen­ende flimmerten die ersten Kurzfilme über die Leinwand: Im Iglu-Dorf Stockhorn wurden achtzehn Kurzfilme gezeigt. Darunter Animationsfilme, Dokumentationen und Spielfilme.

Gemütliche Atmosphäre im Iglu-Dorf Stockhorn an den ersten Kurzfilmtagen.<p class='credit'>(Bild: KSM-Fotografie)</p>

Gemütliche Atmosphäre im Iglu-Dorf Stockhorn an den ersten Kurzfilmtagen.

(Bild: KSM-Fotografie)

Marius Mosimann, seit zwei Jahren Geschäftsführer der Iglu-Dörfer Stockhorn und Gstaad, lancierte die ersten Kurzfilmtage in einem Iglu-Dorf. «Ein Spielfilm von 90 Minuten zu zeigen, wäre wohl zu kalt geworden», erklärte er.

Also hätten sie sich für Kurzfilme entschieden. Ein Kurzfilm dauert, per definitionem der Academy of Motion Picture Arts and Sciences (sie verleiht den Oscar) maximal 40 Minuten. Der kürzeste gezeigte Film «Ping Pong», über zu Boden fallende Tischtennisbälle, dauerte gerade mal eine Minute.

Marius Mosimann betont, dass ausschliesslich Schweizer Filme oder solche mit Schweizer Be­teiligung gezeigt würden. Die Genres reichten vom Dokumentarfilm «Wandelzeit», der eindrücklich erzählt, was Gletscherschutz mit Vliesabdeckung bewirkt, bis zu «Der Skifahrer», einem skurrilen Spielfilm, der die bedrückende Geschichte einer Frau erzählt, die im Treppenhaus ihres Wohnhauses von einem Skifahrer überfahren wird und letztlich in einer Nervenheilanstalt landet.

Auch Animationsfilme hatten ihren Platz, wie «Die Königin Po», eine improvisierte Gutenachtgeschichte eines Mädchens, das zusammen mit ihrem Vater kindliche Gedanken in die Nacht hinaus spinnt. Es wurden ausserdem Filme gezeigt, die ganz ohne Sprache auskommen und solche, die derart abstrakt sind, dass man sie mehrere Male hätte sehen müssen, um ihren Sinn zu begreifen.

Alles in allem hat Corinne Zimmermann von der Iglu-Dorf GmbH bei der Auswahl der Filme ein sehr glückliches Händchen bewiesen. Die Filme wurden in drei Blocks namens «Winter und Schnee», «Für Kinder und Junggebliebene» und «Very Short» zu je 45 Minuten gezeigt.

Trotz oder gerade dank heissen Getränken, warmen Decken und dampfendem Atem erzeugten die ersten Kurzfilmtage im Iglu eine heimelige, ja fast familiäre Atmosphäre. Sollten sie ein Erfolg werden, könnte man diese auch auf andere Iglu-Dörfer ausweiten, sagt Mosimann, der sich über das Ambiente seines Iglu-Kinos sehr erfreut zeigt. Dennoch hätte er sich über mehr Besucher gefreut, gab er zu.

Berner Oberländer

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