KWO baut 50 Stellen ab

Innertkirchen

Die Kraftwerke Oberhasli AG (KWO) greift zum Rotstift. Über die nächsten zwei Jahre streicht das Unternehmen knapp 50 Stellen.

Die KWO sieht sich in neuen Umfeld und wird deshalb in den nächsten zwei Jahren Stellen abbauen.

Die KWO sieht sich in neuen Umfeld und wird deshalb in den nächsten zwei Jahren Stellen abbauen.

(Bild: Stefan Schnyder)

Julian Witschi

Es ist ein harter Schlag für das Oberhasli. Die KWO trennen sich von fast 10 Prozent der rund 500 Mitarbeitenden. Voraussichtlich die Hälfte des Abbaus könne zwar über natürliche Abgänge, Pensionierungen sowie Frühpensionierungen erfolgen. Bei den anderen Fällen komme es zu Kündigungen, teilten die KWO gestern Abend mit. Für die Betroffenen hat das Unternehmen mit der Gewerkschaft VPOD einen Sozialplan ausgearbeitet.

Die KWO, die zur Hälfte der BKW und zu je einem Sechstel der Energie Wasser Bern (EWB) sowie den Stadtwerken von Zürich und Basel gehören, hatten im Frühling eine wirtschaftliche Analyse eingeleitet. Diese sei nötig, um angesichts der tief gefallenen Strompreise und der damit verbundenen Probleme für die Schweizer Wasserkraft langfristig die wirtschaftliche Stabilität der KWO zu sichern. Die laufenden Ausbauprojekte sind nach Mitteilung von gestern auf Kurs und werden im geplanten Zeitrahmen abgeschlossen.

Jedoch sei die Umsetzung weiterer Grossprojekte in der aktuellen ­Situation nicht im selben Ausmass möglich wie bisher. Zudem untersagte im Dezember das bernische Verwaltungsgericht die Erhöhung der Staumauern am Grimselsee, weil das betroffene Hochmoor geschützt werden müsse. Die KWO fahren ihre Investitionen aber generell zurück. Die Ressourcen müssten mit dem Abschluss der Grossprojekte verkleinert werden, hiess es.

Die Geschäftsbereiche Grimsel Hydro (hauseigene Instandhaltungswerkstatt) und Grimselwelt (Tourismus) will der Verwaltungsrat weiterführen. Sie müssten aber die Kosten senken. Im Detail wollen die KWO heute vor den Medien in Innertkirchen orientieren.

Berner Zeitung

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