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KWO reichen Gesuch für Trift-Stausee ein

Die Kraftwerke Oberhasli (KWO) haben das Konzessionsgesuch für einen Stausee beim geschrumpften Triftgletscher dem Kanton übergeben.

Die Gesuchsunterlagen für das Wasserkraftprojekt Trift werden eingereicht (v. l.): Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer, Daniel Fischlin, CEO KWO, und Benno Schwegler, Projektleiter KWO.
Die Gesuchsunterlagen für das Wasserkraftprojekt Trift werden eingereicht (v. l.): Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer, Daniel Fischlin, CEO KWO, und Benno Schwegler, Projektleiter KWO.
zvg

Für die Regierungsrätin Barbara Egger ist es ein raffiniertes Vorhaben, das ihr die KWO gestern übergeben haben. Mit dem Trift-Projekt im Gebiet zwischen Grimsel- und Sustenpass wolle der Kraftwerkbetreiber eine Folge des Klimawandels nutzen, um diesen zu bekämpfen: «Der See, der sich beim Rückzug des Triftgletschers in einer natürlichen Felsmulde gebildet hat, soll zur Produktion von sauberer einheimischer Wasserkraft genutzt werden», hielt Barbara Egger fest.

Jährliche Energiemenge von 145 Gigawattstunden

Der neue Triftsee wird über ein Stauvolumen von 85 Millionen Kubikmeter verfügen, und das neue Kraftwerk Trift soll eine Leistung von 80 Megawatt und eine jährlich produzierte Energiemenge von 145 Gigawattstunden umfassen. Dies entspricht dem durchschnittlichen Verbrauch von gut 30 000 Haushalten, wie die KWO vermelden: «Das Projekt ermöglicht mit seinem Stauvolumen zudem eine wesentliche Verlagerung von Sommer- auf Winterenergie, was gerade im Hinblick auf den wei­teren Zubau von erneuerbaren Energien relevant wird.»

Grimselverein will die

Trift-Staumauer verhindern

Die KWO hatten im September mitgeteilt, das auf 387 Millionen Franken veranschlagte Projekt sei bereit für die Eingabe. Die in einer Begleitgruppe involvierten Umweltverbände stimmten zu, sofern der Kanton auf weitere Kleinwasserkraftwerke an unberührten Gewässern verzichtet. Der Grimselverein dagegen, der die Erhöhung des Grimselstausees bekämpft, will die 167 Meter hohe Trift-Staumauer verhindern. Die KWO möchten 2022 mit dem Bau beginnen. Dazu sind die Zustimmung des Grossen Rates und eine Baubewilligung mit bestandener Umweltverträglichkeitsprüfung nötig.

(jw)

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