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KWO-Spitze ist optimistisch

Am traditionellen KWO-Apéro gab sich die Führungsspitze des Energieunternehmens trotz schwierigen Umfelds vor­sichtig optimistisch.

Sind optimistisch: Ständerat und KWO-Verwaltungsratspräsident Werner Luginbühl (rechts) und CEO Daniel Fischlin.
Sind optimistisch: Ständerat und KWO-Verwaltungsratspräsident Werner Luginbühl (rechts) und CEO Daniel Fischlin.
Beat Jordi

Nach dem Ja zum Energiegesetz erwartet Ständerat und KWO-Verwaltungsratspräsident Werner Luginbühl eine Versachlichung der Energiediskussionen. Am traditionellen KWO-Apéro äusserte er Zuversicht für die Stromwirtschaft, auch wenn die missliche Preissituation auf dem Stromabsatzmarkt noch bis 2020 andauern dürfte. «Die KWO sind bereit, wieder in Grossprojekte zu investieren, sofern die Reduktion der Wasserzinse möglich wird und die Wasserkraft die im Rahmen der Energiestrategie 2050 in Aussicht gestellte Unterstützung erfährt», machte Luginbühl Hoffnung.

Projekte in der Schublade

«Der positive Bundesgerichtsentscheid zur Staumauererhöhung an der Grimsel macht uns Mut, diese Option weiterzu­verfolgen», erklärte Luginbühl vor den zahlreichen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verbänden. «Für das Speicherprojekt Trift wird diesen Sommer die Konzessionseingabe erfolgen», versprach der neue CEO Daniel Fischlin und gab einen Überblick über die aktuellen Projekte im Einzugsgebiet der KWO. «Alle Projekte dienen dem übergeordneten Ziel, möglichst viel Wasser vom Sommer in den Winter zu transferieren», fasste Luginbühl die Langfristplanung zusammen.

Eine heikle Aufgabe

Als Einstieg zeigte Fischlin die Stromproduktionskapazitäten in der Schweiz und in Europa auf und wies auf die sich abzeichnenden Entwicklungen hin: Wegfall von Atomkraftwerken, Zubau von Wind- und Fotovoltaikanlagen mit schwankenden Leistungen. Um Angebot und Nachfrage im Gleichgewicht zu halten, werde der kurzfristig abrufbaren Energie aus Speicherseen weiterhin eine zentrale Rolle zufallen.

Wie komplex das Zusammenspiel abläuft, zeigten Martin Seiler und Theo Winkler auf dem Rundgang in der zentralen Leitstelle, dem Herzstück der KWO-Anlagen. Auch die Geschäftseinheiten Grimsel Hydro, Engineering und Ökologie hätten sich auf den Markt ausgerichtet und erzielten ihren Umsatz zu fünfzig Prozent mit Aufträgen für Dritte, gab Gian Marco Maier, Mitglied der Geschäftsleitung, auf dem Rundgang bekannt.

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