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Lärmschutzmassnahmen beim Sherlock-Club: Kanton muss zahlen

In der Frage um Lärmschutzmassnahmen beim Sherlock-Club entschied das Verwaltungsgericht zugunsten des Betreibers. Da die BVE unkorrekt arbeitete, erwachsen den Beschwerdegegnern aber keine Kosten.

Der Sherlock-Club in Meiringen.
Der Sherlock-Club in Meiringen.
zvg

Eine unklare Formulierung kostet den Kanton respektive die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (BVE) fast 16 000 Franken. Auslöser sind die Lärmschutzmassnahmen im Sherlock-Club und der Sherlock-Lounge in Meiringen. Damit der Betrieb um die Lounge im Obergeschoss erweitert werden konnte, brauchte es 2011 eine Baubewilligung.

Diese sah unter anderem im Eingangsbereich eine zweite Türe mit Schliessautomatik, damit der Eingang als Lärmschleuse dient, und dreifachverglaste Schallschutzfenster an der Südfassade vor. Eine Beschwerde führte dazu, dass sich die BVE mit dem Geschäft befassen musste und von der Fachstelle Lärmakustik der Kantonspolizei einen Bericht erstellen liess. Auf dessen Grundlage ordnete die BVE weitere Lärmschutzauflagen an und bestätigte «im Übrigen» die Baubewilligung.

Und dieses «im Übrigen» sorgte für Verwirrung. Denn gegen die 2014 eingereichten Revisionspläne für die separaten gastgewerblichen Betriebsbewilligungen gingen Beschwerden ein, weil auf die zweite Tür mit Schliessautomatik verzichtet wurde und die bestehenden Fenster mit Dreifachverglasung belassen wurden. Der Betreiber stellte sich auf den Standpunkt, dass gemäss dem Fachbericht diese Massnahmen nicht notwendig seien, um den geforderten Lärmschutz zu erreichen.

Das Verwaltungsgericht gab ihm recht und wies die Beschwerden ab. Allerdings verwies es auf die unklare Formulierung im ­Entscheid der BVE. «Dass die ­Beschwerdeführerinnen den Rechtsweg beschritten haben, ist vor diesem Hintergrund nachvollziehbar», steht im Urteil. Entsprechend entschied das Verwaltungsgericht, sämtliche Parteikosten, immerhin 15 889.05 Franken, der BVE aufzubürden.

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