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Lötschberg-Basistunnel wieder einspurig befahrbar

Nach dem Wassereinbruch vom Donnerstag ist der Lötschberg-Basistunnel seit Freitagnachmittag wieder einspurig befahrbar. Die BLS ist weiterhin daran, das mit Schlamm versetzte Wasser aus dem Tunnel abzupumpen. Die zweite Röhre bleibt noch mehrere Tage gesperrt.

Christoph Buchs
Solange der Basistunnel (Bild) gesperrt ist, werden die Züge durch den Scheiteltunnel umgeleitet. Foto: Keystone
Solange der Basistunnel (Bild) gesperrt ist, werden die Züge durch den Scheiteltunnel umgeleitet. Foto: Keystone

Ein Wassereinbruch im Lötschberg-Basistunnel zwischen Ferden und St. German bei Raron beeinträchtigte ab Donnerstag Mittag den Bahnverkehr zwischen dem Berner Oberland und dem Wallis. Das Wasser drang erst beim doppelspurigen Teil des Tunnels ein, weshalb bis am Donnerstagabend noch eine Spur befahren werden konnte.

Gegen Abend erreichte das Wasser auch die zweite Spur, worauf der Basistunnel komplett gesperrt werden musste. Im Verlauf des Freitags war während mehreren Stunden unklar, ab welchem Zeitpunkt der Tunnel wieder öffnen würde.

Das mit Schlamm versetzte Wasser stand 30 Zentimeter hoch im Tunnel, also bis Oberkante der Geleise, wie BLS-Mediensprecherin Tamara Traxler auf Anfrage mitteilte. Bis Freitag Nachmittag konnten Fachleute der BLS das Wasser in einer Röhre soweit abpumpen, dass diese wieder befahrbar war. Dadurch konnten die Intercity-Züge zwischen Romanshorn und Brig wieder durch den Basistunnel verkehren, zu Beginn jedoch mit reduzierter Geschwindigkeit.

Die Intercity-Züge zwischen Basel und Brig werden via Kandersteg umgeleitet, wobei Reisende 30 Minuten mehr Fahrzeit einrechnen müssen. «Die zweite Röhre wird aufgrund der Aufräumarbeiten noch mehrere Tage gesperrt sein», so Traxler. «Auswirkungen auf die Umwelt oder das Trinkwasser werden nicht erwartet.» Die Ursache für das eintretende Wasser sei noch unklar und werde zusammen mit Spezialisten eruiert.

Bei den Pumparbeiten im Tunnel stand die Stützpunktfeuerwehr unter der Federführung der BLS im Einsatz. Diese setzt sich aus den umliegenden Feuerwehren zusammen. Von Oberländer Seite wurde Personal der Feuerwehren Frutigen und Spiez aufgeboten; auch Walliser Feuerwehrleute standen im Einsatz.

Bahnreisende mussten zwischenzeitlich bis zu einer Stunde mehr Reisezeit einberechnen, da die Personenzüge über die Bergstrecke mit dem Lötschbergtunnel Kandersteg-Goppenstein umgeleitet wurden. Als Folge davon kam es beim Autoverlad in Kandersteg zu 90 Minuten Wartezeit. Dies, weil die Autozüge – statt wie vorgesehen alle 30 Minuten – bis am Mittag einmal pro Stunde fuhren.

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