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Luginbühl fordert: Kräfte für nachhaltige Modelle bündeln

Der Umsatz der Kraftwerke Oberhasli AG ist im Jahr 2016 um neun Prozent gesunken. Im Rahmen der Energiestrategie fordert Verwaltungsratspräsident Werner Luginbühl Vorschläge für nachhaltige Lösungen.

Wie geht es nach dem Ja zur Energiestrategie 2050 weiter? «Die Kräfte müssen nun für eine nachhaltige Lösung für die Zeit nach 2023 eingesetzt werden», sagte KWO-Verwaltungspräsident Werner Luginbühl anlässlich der Generalversammlung (23.6.2017).
Wie geht es nach dem Ja zur Energiestrategie 2050 weiter? «Die Kräfte müssen nun für eine nachhaltige Lösung für die Zeit nach 2023 eingesetzt werden», sagte KWO-Verwaltungspräsident Werner Luginbühl anlässlich der Generalversammlung (23.6.2017).
Nathalie Günter
KWO-CEO Daniel Fischlin verkündete, dass bereits 39 der geplanten 50 Stellen abgebaut wurden. «Bis auf eine Person haben alle, die nicht in den Ruhestand treten, wieder eine Stelle gefunden.»
KWO-CEO Daniel Fischlin verkündete, dass bereits 39 der geplanten 50 Stellen abgebaut wurden. «Bis auf eine Person haben alle, die nicht in den Ruhestand treten, wieder eine Stelle gefunden.»
Nathalie Günter
Diesen Sommer kann die KWO die Konzessionsunterlagen für das neue Kraftwerk Trift einreichen. Dank der an­genommenen Energiestrategie «können für bis zu 40?Prozent der Kosten von Vorhaben wie dem Triftprojekt Investitionsbeihilfen beantragt werden», sagte Werner Luginbühl.
Diesen Sommer kann die KWO die Konzessionsunterlagen für das neue Kraftwerk Trift einreichen. Dank der an­genommenen Energiestrategie «können für bis zu 40?Prozent der Kosten von Vorhaben wie dem Triftprojekt Investitionsbeihilfen beantragt werden», sagte Werner Luginbühl.
Bruno Petroni
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«Der Wasserzins kann nicht unangetastet bleiben», äusserte sich KWO-Verwaltungsratspräsident Werner Luginbühl anlässlich der Generalversammlung am Freitag zum aktuellen Gesprächsthema.

Der Vorschlag vom Bundesrat, dass die Wasserkraftwerke weniger Wasserzins bezahlen müssen (wir berichteten), finde er persönlich pragmatisch.«Der Druck muss hoch bleiben, damit ein neues Marktdesign ­geschaffen werden kann», sagte Luginbühl.

Denn das Ja des Volkes zur Energiestrategie 2050 sei zwar erfreulich, die bisher geplanten Massnahmen – die kostendeckende Einspeiseverfügung und die Marktprämie – brächten auch Entlastung, aber eben nur befristet auf fünf Jahre. «Das ist ein Tropfen auf den heissen Stein», so Luginbühl.

Entlastung von 270 Millionen

«Die Marktprämie bringt eine Entlastung von 120 Millionen», sagte Werner Luginbühl. Sollte der Vorschlag für die Neuregelung des Wasserzins durchkommen, «bringt das eine weitere Entlastung von 150 Millionen Franken». Diese beiden Massnahmen müssten dafür reichen, die unmittelbare Zukunft zu überstehen.

«Die Kräfte müssen nun für eine nachhaltige Lösung für die Zeit nach 2023 eingesetzt werden.»

Werner Luginbühl, Verwaltungsratspräsident KWO

«Die Kräfte müssen nun für eine nachhaltige Lösung für die Zeit nach 2023 eingesetzt werden», appellierte Luginbühl. Was das künftige Marktdesign betreffe, würden bereits verschiedene Vorschläge vorliegen. «Wichtig ist, dass nicht ein Provisorium das andere ablöst», sagte Luginbühl. Man müsse sich die Fragen stellen: «Was wollen wir für einen Inländerversorgungsanteil und mit welchem Modell?»

Werner Luginbühl fand zum Abschluss hoffnungsvolle Worte: «Was die Zukunft der Wasserkraft betrifft, bin ich ungebrochen optimistisch.»

39 Stellen bereits abgebaut

Die Kraftwerke Oberhasli AG muss bis Ende 2017 bekanntlich 50 Stellen abbauen. «Der beschlossene Stellenabbau ist im Jahr 2016 zu grossen Teilen vollzogen worden», sagte KWO-CEO Daniel Fischlin. Es seien bereits 39 Personen ausgetreten. «Bis auf eine Person haben alle, die nicht in den Ruhestand treten, wieder eine Stelle gefunden.»

«Der beschlossene Stellenabbau ist im Jahr 2016 zu grossen Teilen vollzogen worden.»

Daniel Fischlin, CEO KWO

Fischlin präsentierte einen Umsatz von 140 Millionen Franken, neun Prozent tiefer als im Vorjahr. Die Gesamtproduktion betrug 2130 Gigawattstunden. Das sind acht Prozent weniger als 2015.

Der Rückgang sei auf weniger Niederschlag, auf die Trockenphase des Räterichsbodensees und auf Instandhaltungsarbeiten im Kraftwerk Grimsel 2 zurückzuführen. Die Investitionen beliefen sich auf 42 Millionen Franken (2015: 90,5 Millionen Franken).

Beim Tandemprojekt mit den Erweiterungen der Kraftwerke Innertkirchen 1 und Handeck 2 konnten die geplanten Kosten von 305 Millionen Franken unterschritten werden. «Die Kosten beliefen sich auf etwa 285 Millionen Franken», sagte Fischlin gegenüber dieser Zeitung.

Ebenfalls erfreulich für die Kraftwerke Oberhasli: Die Projektierung für das neue Kraftwerk Trift wird fortgeführt. «Diesen Sommer können wir die Konzessionsunterlagen einreichen», sagte Fischlin.

Dank der an­genommenen Energiestrategie «können für bis zu 40 Prozent der Kosten von Vorhaben wie dem Triftprojekt Investitionsbeihilfen beantragt werden», hatte Werner Luginbühl eingangs erwähnt.

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