Luna kämpft um nationalen Titel

Reichenbach

Bei den Ringkuhkämpfen von Raron wurde Luna von Züchter Roman Sieber grossartige Dritte. Damit hat sich die Eringer Prachtkuh für den nächsten nationalen Final von Aproz qualifiziert.

Grosser Kampfgeist: Luna in der Goler-Arena von Raron, wo sie den dritten Platz erreichte.

Grosser Kampfgeist: Luna in der Goler-Arena von Raron, wo sie den dritten Platz erreichte.

(Bild: zvg)

Vor Jahresfrist verpassten Luna und ihr stolzer Besitzer Roman Sieber als Achte den Gewinn einer Treichel und die Qualifikation für Aproz noch knapp. Doch dieses Jahr klappte es in der Goler-Arena von Raron. Luna wurde im Final grossartige Dritte. «Ich stellte fest, dass Luna von Beginn weg grosse Kampfbereitschaft zeigte.

Sie war jedenfalls viel aggressiver als im Frühjahr bei unserem Ringkuhkampf in Kandergrund», freute sich Roman Sieber. Vor dem Finaleinzug räumte die entfesselte Kämpferin Kuh um Kuh weg. Erst im Final musste die mit 681 kg leichteste Kuh der 144 kg schwereren grossrahmigen Siegerin «davonlaufen».

Stolz auf Eigenzucht

Luna handelte sich zwar noch eine weitere Niederlage ein, was ihr, weil sie im Final aber siegte, letztlich den grossartigen dritten Platz eintrug. «Weil Luna eine von mir gezüchtete und nicht zugekaufte Kuh ist, bin ich sehr stolz über den dritten Platz und die Qualifikation für Aproz», frohlockt der hauptberuflich als Strassenbauer arbeitende 25-jährige Kandertaler. Luna, die im siebten Altersjahr steht, habe in vier Laktationen je zwei Kuh- und Stierkälber gehabt.

Vom Exterieur her ist die frühere Siegerin des Grindelwalder Ringkuhkampfes eine sehr schöne muskelbepackte Eringer Kuh. Auffallend ist, dass die im Umgang gutmütige Prachtkuh einen langen Körperbau aufweist. Lunas Vater ist der frühere Swiss-Genetic-Stier Valesco und die Mutter heisse Scoubidou, war vom erfolgreichen Hobbyzüchter zu erfahren.

Romans Vater Peter, im Hauptberuf Lastwagenführer, teilt die Leidenschaft Kampfkuhzucht mit seinem Sohn. Neben Spitzenkuh Luna lassen die beiden auch Mia, Serine, Nora und Queen Mary bei den Kuhkämpfen stechen.

Zusammen anpacken

Im Sommer, nach getaner Arbeit in ihren Hauptberufen, bewirtschaften Vater und Sohn auf Ramslauenen im Kiental noch eine Alp. «Es zeigt sich da, dass die temperamentvollen Eringer Kampfkühe im Umgang mit andern Rassen sehr lieb und friedlich sind», stellt Roman Sieber klar.

«Es ist jeweils wunderschön, nach dem Job bei unseren Kühen zu sein», schwärmen die Siebers. Roman Sieber schätzt es sehr, dass seine Freundin Sonja Zur­buchen, die auf einem landwirtschaftlichen Betrieb aufgewachsen ist, zupacken kann und seine Leidenschaft für die Eringer Kampfkühe teilt.

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