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Märit wie vor 100 Jahren

Mit einem historischen Markt feierte der Gewerbeverein Reichenbach sein Jubiläum.

Yves Fuhrer (l.) und Patrick Balmer bearbeiten ein Stück Blech, aus dem ein Kotflügel für einen Oldtimer wird. Foto: Herbert Kobi
Yves Fuhrer (l.) und Patrick Balmer bearbeiten ein Stück Blech, aus dem ein Kotflügel für einen Oldtimer wird. Foto: Herbert Kobi

Vergangenen Samstag, genau ein Jahrhundert nach der Gründung des Handwerker- und Gewerbevereins Aeschi-Reichenbach, fand auf der Bahnhofstrasse in Reichenbach ein Markt statt, der in die damalige Zeit zurückblicken liess.

Ein Mix aus Belle Epoque, Oldtimer- und Drehorgelfestival, aufgelockert mit Darbietungen von Treichlergruppen sowie eines Alphornbläsers, gab dem Anlass sein Gepräge.

Emsiges Treiben wie früher

Über 30 Aussteller und zahlreiche Besucherinnen und Besucher zeigten sich in nostalgischen Trachten und Kostümen aus dem frühen 20. Jahrhundert. An den verschiedenen Marktständen wurde einiges geboten.

Zum Beispiel stellte Werner Fuhrer seinen Fiat 501 aus dem Jahr 1919 vor, und der Chef und ein Mitarbeiter der Carrosserie Spiez AG formten ein Blechstück zu einem passenden Kotflügel für einen Oldtimer. Hufschmied Benedikt Huber aus Linden fertigte neue Hufeisen für wartende Pferde an.

An allen Ecken und Enden wurde gewerkelt, wurden Bretzeli geformt, Holzkohlenbrote gebacken und Dauerwürste angefertigt.

Nostalgie zeigte Grenzen

Dass nicht alles wie früher war, zeigte sich in den Preisen. Zwar wurde an der Bahnhofstrasse Kartoffelsuppe im «Chübäli» zu vier Franken und im Minitassli zu zwei Franken verkauft, doch schon bei Bäckermeister Rubin beispielsweise gab es keinen Nostalgierabatt. Dafür offerierte die Raiffeisenbank Goldbarren aus Schoggi, und bei Metzger Martins durfte man sich an Dauerwurstscheiben gratis sättigen.

Ein Zeichen der Zeit war auch der 2CV, der hin und her kutschierte und heimtückische Pferdeäpfel hinterliess.

Der Markt fand Anklang, und es war kein Wunder, dass vor allem Politprominenz aus den umliegenden Gemeinden, von Kanton und Bund anwesend war. Gewerbevereins-Präsidentin Doris Hari zeigte sich vom Nachmittag begeistert: «Es war ein Grosserfolg, und alles ist super gelaufen.»

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