Märmeli rollen um Skiliftbügel

Diemtigtal

Aus ausrangiertem Skiliftmaterial entstanden auf dem Spielplatz des Berghotels Wiriehorn Märmelibahnen. Am Samstag wurde das neue Angebot eingeweiht und trotz Regenwetter rege genutzt.

Andreas Wiedmer hatte die Idee zum «Recycling».

Andreas Wiedmer hatte die Idee zum «Recycling».

(Bild: Margrit Kunz)

Zahlreiche Gäste warteten am Samstagmorgen im Berghotel Wiriehorn darauf, dass der Regen endlich aufhört – denn alle wollten nach draussen, um mit einem oder mehreren Murmeln in der Hand die neue Attraktivität auszuprobieren. Betriebsleiter Andreas Wiedmer verteilte schliesslich Sonnenschirme und Murmeln, und los ging es, die Märmelibahnen zu erkunden.

Zuerst wurde nur geschaut, dann probiert, und weil die Marmel plötzlich verschwand, musste gleich noch einmal gespielt werden. «Wohin ist sie verschwunden?» – «Aha, da muss man kurbeln» – «Dreht das jetzt immer nach rechts?» und «Warum bleibt die Marmel hier hängen?» Bald war Gross und Klein mit leuchtenden Augen am Probieren, Staunen und Philosophieren. Da testeten Geschwister, dort half ein Grossvater der Enkelin.

Trotz Regenwetter genoss Jung und Alt die neue Attraktion und verweilte rund eine Stunde draussen, bis schliesslich der Apéro die Gesellschaft ins Hotel rief. Es kann durchaus sein, dass nun mancher Gast länger auf ­Nüegg bleibt als geplant, so faszinierend ist der Märmelispielplatz.

Klemmen, Bügel, Gummis

Die Idee, aus den ausgedienten Seilbahnteilen etwas Neues zu schaffen, kam von Andreas Wiedmer, Geschäftsleiter und technischer Betriebsleiter der Wiriehornbahnen AG. Die neuen Märmelibahnen zeigen praktisch alle, aus was für Elementen sie gebaut wurden: aus Seilklemmen, Skiliftbügeln, Rollengummis, Raupengliedern eines Pistenfahrzeugs oder Seilklammen.

Dieses Material wurde in circa 250 Arbeitsstunden vom lernenden Seilbahnmechatroniker, dem Mitarbeiter Technik und, soweit die Zeit reichte, auch von Andreas Wiedmer selbst verbaut. So entstanden Treppenbahnen, Slaloms, eine Modellseilbahn sowie wilde Abfahrten. «Es hat noch mehr Material, ich habe auch noch ein paar Ideen», sagte Andreas Wiedmer. «Ich stelle mir vor, dass wir den Spielplatz bis Frühling 2019 noch um zwei bis drei weitere Bahnen erweitern.»

Die Benutzung der Bahnen ist gratis. Wer will, kann seine eigene Marmel mitbringen, der Durchmesser sollte 25 Millimeter sein. Man kann sie aber auch im Restaurant kaufen. Wer die Marmel zurückbringt, erhält ein Überraschungsgeschenk.

Berner Oberländer

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt