Markus Röösli mit den meisten Stimmen

Matten b. Interlaken

Weiterhin je 2 Sitze für SVP, SP und FDP, die beiden Bisherigen bestätigt: Die Gemeinderatswahl endete ohne Überraschungen. Am meisten Stimmen erhielt Markus Röösli (SP).

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Die Ausgangslage zu den Mattner Kommunalwahlen war nur einigermassen spannend, der Wahlkampf sogar eher flau. Gemeindepräsident Peter Aeschimann (FDP) war bereits in stiller Wahl bestätigt worden. Aber immerhin: Erstens kandidierten dieses Mal mit Markus Röösli (SP) und Martin Althaus (FDP) nur noch gerade 2 von 6 Bisherigen, und zweitens beteiligten sich ins­gesamt 17 Kandidierende von 4 Parteien.

Eine der Hauptfragen lautete: Wird es der SVP gelingen, ihren vor 4 Jahren an die FDP verlorenen dritten Sitz wieder zurückzuerobern? Und: Schafft die EVP die grosse Überraschung und zieht erstmals in die Exeku­tive ein. Seit Sonntag um 13 Uhr liegen die Antworten auf diese und andere Fragen auf dem Tisch. Vorneweg: Das Parteigefüge im Mattner Gemeinderat bleibt unverändert.

Bisherige an der Spitze

Da Gemeinderatswahlen bekanntlich immer auch Personenwahlen sind, hier zunächst die Rangliste der Gewählten. Angeführt wird sie vom Bisherigen Markus Röösli (SP) mit 692 Stimmen vor dem zweiten Bisherigen Martin Althaus (FDP) mit 620 Stimmen.

Es folgen Olivier Geringer (FDP), 529, Brigitte Ziebold-Zwahlen (SVP), 514, Lisa Randazzo-Anneler (parteilos, SP), 455, und Andreas von Allmen (SVP), 369. Mit 350 am meisten Stimmen unter den Nichtgewählten erhielt Walter Jorns (SVP). Die Stimmbeteiligung betrug 37,97 Prozent. Vor vier Jahren waren es 40,4 Prozent.

Wenig veränderte Anteile

Und wie verteilen sich die Stimmen auf die Parteien? Diese Rangliste wird – wie schon 2013 – von der SVP angeführt, und zwar mit 2218 Stimmen. Auf dem zweiten Platz liegt die SP mit 1953 Stimmen, vor der FDP mit 1494 und der EVP mit 484. Die BDP hatte sich an den Wahlen nicht beteiligt.

Rechnet man diese Zahlen in Prozente um und vergleicht diese mit den Resultaten von 2013, fallen keine grossen Gewinne oder Verluste ins Auge. Der Anteil der SVP stieg leicht von 34,3 auf 36,1 Prozent. Vor 8 Jahren hatte sie noch satte 44,9 Prozent erreicht.

Die SP konnte ihren Anteil ebenfalls etwas erhöhen, und zwar von 29,6 auf 31,8 Prozent. Die FDP hingegen verbuchte einen leichten Rückgang von 26,6 auf 24,3 Prozent. Und mit 7,9 Prozent verfehlte die EVP ihr Wahlziel, ihre 9,5 Prozent von 2013 dieses Mal noch zu erhöhen.

Allseits Zufriedenheit

Apropos Wahlziele: In einer ­ersten Reaktion zeigten sich die Spitzen der im Gemeinderat vertretenen Parteien am Sonntag vom Resultat zufrieden. Für SP-Präsidentin Branka Fluri «stimmt es so»; Ziel war, die beiden Sitze zu verteidigen. Dasselbe Ziel hatte für sich auch die FDP im Vorfeld statuiert – womit Peter Aeschimann sich am Sonntag ebenfalls positiv äussern konnte: «Das Ziel ist erreicht – vielleicht mit etwas Glück auf unserer Seite.»

Dieses Glück wiederum fehlte der SVP. Sie hatte auf einen dritten Sitz ­gehofft, den sie vor 4 Jahren an die FDP verloren hatte. SVP-Präsidentin Ami Bossard Gartenmann zeigte sich dennoch zufrieden, schliesslich sei die Partei – im Gegensatz zu SP und FDP – ohne Bisherige angetreten.

Gute Zusammenarbeit

In seiner Funktion als Gemein­depräsident freute sich Peter ­Aeschimann auf die Fortsetzung der Zusammenarbeit im Gemeinderat. «Wir sind auf ein gutes ­Kollektiv angewiesen und haben nun bereits 8 Jahre lang gut ­zusammengearbeitet», lobte er die Parteivertreterinnen und -vertreter.

Sehr froh sei er auch, dass zwei Frauen gewählt wurden. «Wobei», so fügte er an, «dieser Anteil von mir aus sogar gerne noch ­höher sein dürfte.»

Alle Resultate

Liste 1, SVP: Parteistimmen: 2218 Gewählt: Brigitte Ziebold-Zwahlen (neu), 514 Stimmen. Andreas von Allmen (neu), 369. Nicht gewählt: Walter Jorns, 350. Nando Gosteli, 342. Reinhard Gertsch, 279. Barbara Spahni, 261.

Liste 2, SP: Parteistimmen: 1953 Gewählt: Markus Röösli (bisher), 692. Lisa Randazzo-Anneler (neu), 455. Nicht gewählt: Erich Tschiemer, 334. Cosimo Profico, 252.

Liste 3, EVP: Parteistimmen: 484 Nicht gewählt: Andreas Blatter, 136. Esther Reichen-Becher, 123. Christoph Blatter, 77. Benjamin Steinhauer, 73.

Liste 4, FDP: Parteistimmen: 1494 Gewählt: Martin Althaus (bisher), 620. Olivier Geringer (neu), 529. Nicht gewählt: Mike ­Ziswiler, 274.

Berner Oberländer

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