Niedersimmental

Mathys knackte den Rekord

NiedersimmentalDer Seeländer Christian Mathys gewann in Rekordzeit zum fünften Mal den Stockhorn-Halbmarathon. Auf den Ehrenplätzen landeten Dominik Rolli und Mekonen Tefera. Schnellste Frau war wieder Petra Eggenschwiler.

<b>Christian Mathys</b> unterwegs zum Streckenrekord am Stockhorn. Applaus gibt es auch von Alfred Schwarz, Geschäftsführer der Stockhornbahn.

Christian Mathys unterwegs zum Streckenrekord am Stockhorn. Applaus gibt es auch von Alfred Schwarz, Geschäftsführer der Stockhornbahn. Bild: Peter Russenberger

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Die Wettervorhersagen ver­hiessen für den 15. Stockhorn-Halbmarathon kein ideales Laufwetter. Doch es kam, Petrus muss ein Joggerfan sein, besser als zuerst befürchtet. Im nur leichten Dauerregen wurde der 21,1 Kilometer lange Trail von Oberwil auf den markanten Aussichtsberg «Stögu» wieder zu einem echten Laufvergnügen.

Einzig der lange Abstieg vom Bergpreis zu den Stocker-Seen, der schon trocken seine Tücken hat, war rutschig und für Nichtorientierungsläufer eine noch grössere Herausforderung. «War das rutschig, hatte grosse Pro­bleme», stammelte der als Dritter ins Ziel kommende Mitfavorit Tefera Mekonen.

Doch Berglauf-Schweizer-Meister Christian Mathys, der aus der OL-Szene kommt, unterbot mit 1:42:12,9 gar den Streckenrekord aus dem Jahr 2006 von Bruno Heuberger um eine Minute und 11 Sekunden.

Traum vom Duell mit Kyburz

Ein Duell mit seinen OL-Freund Matthias Kyburz, der vor knapp einer Woche beim Vogellisi-Berglauf ebenfalls Streckenrekord aufstellte, wäre nächstes Jahr im Niedersimmental der ganz grosse Knüller. Zweitschnellster mit allerdings bereits über sieben Minuten Rückstand war der auf­strebende Oberbalmer Dominik Rolli.

Stark der All-Black-Thun-Athlet Silas Walther, der nur sechs Tage nach dem Vogellisi-Berglauf auch auf dem Stögu als Vierter ankam. Marco Wildhaber, in Adelboden Fünfter, zog es vor, die Zweier-Staffel zu laufen.

Er stellte da mit Adrian Zurbrügg mit tollen 1:55:04,57 Staffeltagesbestzeit auf. Partnerin Sonja Reusser war mit Barbara Schönenberger das schnellste Frauenteam. Und Weltcupbiathletin ­Susi Meinen, welche mit Bruder Kari vor Jahresfrist siegte, ­musste sich dieses Mal mit dem zweiten Mixed-Staffelplatz begnügen.

Eggenschwiler zum Dritten

Strahlend und erstaunlich frisch, lief mit ihren dritten Sieg in Folge die Solothurner Polysportlerin Petra Eggenschwiler ein. Beim Vogellisi, als sie von Laufwunder Martina Strähl deklassiert wurde, war die Strahlefrau noch richtig deprimiert. Die frühere Spitzenduathletin hielt die starke Norwegerin Hilde Aders aus Tromsö klar auf Distanz.

Petra Eggenschwiler (rechts) siegte vor der Norwegerin Hilde Aders. Foto: Peter Russenberger

Corinne Zeller aus Weissenburg, die Grand Dame des Ausdauersports, wurde hinter der Tschechin Petra Pastorova grossartige Fünfte.

OK-Präsident Simon Künzi und rund zweihundert Helfer strahlten, dass es trotz schlechter Prognose doch noch zu einem ­tollen Lauffest gekommen ist.

Auszug aus der Overall-Rangliste:

Männer: 1. Christian Mathys, Bülach. 2. Dominik Rolli, Oberbalm. 3. Mekonen Tefera, Herrenschwanden. 4. Silas Walther, Oberthal. 5. David Bill, Bern. 6. Samir Akhdar, Heimenschwand. 7. Timon Amstutz, Hindelbank. 8. Severin Denzler, Truttikon. Carsten Brod, Ettingen. 10. Sandro Späth, Ettingen. Frauen: 1. Petra Eggenschwiler, Langendorf. 2. Hilde Aders, Tromsö. 3. Lilly Gross, Richterswil. 4. Petra Pastorova, Ostrava. 5. Corinne Zeller, Weissenburg. 6. Judith Hadorn, Fahrni. 7. Nicole Donzallaz, Vaulruz. 8. Jutta Brod, Konstanz. 9. Sara Künzi, Erlenbach. 10. Susanne Schenk, Roggwil. Goldsprint: Mathys, Eggenschwiler. Bergpreis: Mathys, Eggenschwiler. Zweier-Staffeln Männer: 1. Marco Wildhaber und Adrian Zurbrügg. Zweier-Staffeln Frauen: 1. Barbara Schönenberger und Sonja Reusse. Zweier-Staffeln Mixed: 1. Riccarda Babst und Marius Danuser.

Komplette Rangliste: www.stockhorn-halbmarathon.ch. (Berner Oberländer)

Erstellt: 22.07.2018, 16:49 Uhr

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