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Mehr von halb vollen Gläsern sprechen

Schilthornbahnen-Direktor Christoph Egger verriet am ersten Tag des Alpensymposiums in Interlaken, dass er die viel beschworene Work-Life-Balance gar nicht kennt.

Hans Urfer
Interlakens Gemeindepräsident Urs Graf (l.) und Deutschlands Alt-Bundespräsident Joachim Gauck nach der ­Verleihung des Goldenen Schlüssels.
Interlakens Gemeindepräsident Urs Graf (l.) und Deutschlands Alt-Bundespräsident Joachim Gauck nach der ­Verleihung des Goldenen Schlüssels.
PD
Auch die beiden Schwestern und Umweltschützerinnen Isabel (r.) und ­Melati Wijsen erhielten aus den Händen von Interlakens Gemeinde­präsidenten Urs Graf den Goldenen Schlüssel überreicht.
Auch die beiden Schwestern und Umweltschützerinnen Isabel (r.) und ­Melati Wijsen erhielten aus den Händen von Interlakens Gemeinde­präsidenten Urs Graf den Goldenen Schlüssel überreicht.
PD
Talkrunde im Grandhotel Victoria-Jungfrau mit einheimischer Beteiligung von Schilthornbahn-CEO Christoph Egger (2.v.l.).
Talkrunde im Grandhotel Victoria-Jungfrau mit einheimischer Beteiligung von Schilthornbahn-CEO Christoph Egger (2.v.l.).
Fritz Lehmann
«Iron Maiden»-Sänger und Pilot Bruce Dickinson erzählte aus seinem abenteuerlichen Leben.
«Iron Maiden»-Sänger und Pilot Bruce Dickinson erzählte aus seinem abenteuerlichen Leben.
Fritz Lehmann
Schilthornbahn-CEO Christoph Egger war Talkgast am Alpensymposium.
Schilthornbahn-CEO Christoph Egger war Talkgast am Alpensymposium.
Fritz Lehmann
Moderator Stefan Klapproth war wegen einer Knieverletzung in seine Bewegungsfähigkeit eingeschränkt.
Moderator Stefan Klapproth war wegen einer Knieverletzung in seine Bewegungsfähigkeit eingeschränkt.
Fritz Lehmann
Volle Ränge im Salle Côté Jardin.
Volle Ränge im Salle Côté Jardin.
Fritz Lehmann
Alpensymposium-Gastgeber Oliver Stoldt zusammen mit «Iron Maiden»-Sänger Bruce Dickinson.
Alpensymposium-Gastgeber Oliver Stoldt zusammen mit «Iron Maiden»-Sänger Bruce Dickinson.
Fritz Lehmann
Stilvolles Ambiente im Grandhotel Victoria Jungfrau.
Stilvolles Ambiente im Grandhotel Victoria Jungfrau.
Fritz Lehmann
Arzt und Manager Roman F. Szeliga signierte seine Bücher.
Arzt und Manager Roman F. Szeliga signierte seine Bücher.
Fritz Lehmann
Gedanken und Ideen konnten an einer Flipchart-Tafel festgehalten werden.
Gedanken und Ideen konnten an einer Flipchart-Tafel festgehalten werden.
Fritz Lehmann
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CEOs aus vier verschiedenen Branchen, konfrontiert mit ähnlichen Herausforderungen: Chris­toph Egger, Direktor der Schilthornbahn AG, unterstützte am Dienstag in der Talkrunde am Al­pensymposium das Votum von Sunrise-Chef Olaf Swantee, der sagte: «Im digitalen Geschäftsfeld sind in unserer Branche Experten dünn gesät.»

Egger machte deutlich, dass er in einer Region lebt, in welcher viele «zwar gerne ihre Ferien verbringen», die sich jedoch nur wenige als Arbeitsort vorstellen könnten. Zudem seien die Karrieremöglichkeiten beschränkt, «was nicht zur Attraktivität einer Arbeitsstelle ­beiträgt».

Mangel abfedern

Auf die Frage von Symposiummoderator Stephan Klapproth, ob das Erwägen von neuen Arbeitszeitmodellen in ihren Firmen ein Thema sei, konnte sich Christoph Egger «gut vorstellen, dass bei den Schilthornbahnen pensionierte Arbeitskräfte noch eine Zeit lang tageweise weiterbeschäftigt werden». Dies würde mithelfen, nicht nur den Mangel an Fachkräften etwas abzufedern, sondern auch das Know-how beizubehalten. «Mindestens für eine kurze Zeit», sagte der Bahnfachmann.

Zudem müsse man sich Gedanken machen, ob es nicht gescheiter sei, gewisse Tätigkeiten und Serviceleistungen auszulagern und durch Dritte ausführen zu lassen. «Wir sind ja besonders in unserer Region stets der Meinung, dass wir alle Arbeiten selbst erledigen wollen. Vielleicht müssen wir diesbezüglich umdenken», sagte Egger.

Work-Life-Balance im Lot

Egger, Swantee und auch die beiden anderen CEOs, Marc Steinkat (Commerzbank Schweiz) und Viktor Calabrò (Coople, digitale Plattform für Arbeitsplätze), waren sich einig, dass die oft diskutierte Work-Life-Balance» dann im Lot ist, wenn privates Engagement und Enthusiasmus ins Arbeitsleben einfliessen, und dies sei bei Ihnen der Fall.

Was Egger künftig in seiner Firma noch verstärken will: Er möchte darauf hinwirken, dass aus Teilerfolgen neue Energie für das Erreichen grosser Ziele gewonnen wird. Denn oftmals sei es so, dass auch er eher von einem halb leeren Glas statt von einem halb vollen Glas spreche.

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