Mit Mehl und Sand zum Preis

Interlaken

Brotmehl und Spiele im Sand: Die Volkswirtschaft Berner Oberland hat die innovativsten Projekte aus Berglandwirtschaft und Tourismus gewählt: Es sind die Dittligmühle in Längenbühl und die Beach-Arena in Spiez.

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In Längenbühl, das politisch zum Berner Oberland gehört, wird in der Dittligmühle gemahlen. Seit sieben Generationen. Und heute dank Georges und Irma Wenger und ihrer Innovationskraft erfolgreich und einzigartig: Goldkorn-Mehle, neu auch in Ruckzuck-Fertigbackform, rustikal verpackt, eroberten sogar Coop und Landi.

Dazu erzählen Wengers in ihrer Mühle Geschichte und Geschichten. Das Getreide stammt aus dem Naturpark Gantrisch, und die Mehle tragen dieses Label. Die Volkswirtschaftskammer vergab ihren Innovationspreis in der Kategorie Berglandwirtschaft am traditionellen Neujahrsapéro im Hotel Metropole in Interlaken an die Dittligmühle.

«Der Preis bedeutet für mich Anerkennung und die Motivation, den Weg weiterzugehen», sagte Georges Wenger, gelernter Mühlenbauer und Müller, ausgerüstet mit einem feinen Gespür für Brote und Zöpfe. Jurymitglied und Laudatorin Christine Kehrli wünschte, dass das Mühlenrad sich noch lange dreht und das Mehl mit der Liebe zur Sache gewürzt wird.

Sand in schönster Bucht

Dieses Jahr vergab die Volkswirtschaft Berner Oberland auch den Innovationspreis für Tourismus, den ehemaligen Thunersee-Stern. Er ging nach Spiez, an die Beach-Arena. Gestützt auf die strategische Stossrichtung «ein wiederkehrender Anlass mit Ausstrahlung», hat die Spiez Marketing AG marode Tennisplätze in der Bucht in eine permanente Sandarena umgebaut.

«Entgegen politischen Widerständen», wie Laudator Heinrich Gartentor sagte. Sowohl Profis an Turnieren als auch Breitensportler ­können hier Beachsoccer, Beachvolleyball, Beachtennis und Handball oder Badminton im Sand spielen, in einer schlanken Or­ganisationsstruktur. Bestehende Infrastrukturen werden genützt, raumplanerische Akzente wurden gesetzt. «In der schönsten Bucht der Welt, und da hat noch niemand widersprochen», sagte Gartentor.

Stefan Seger nahm den Innovationspreis entgegen, der Ansporn für die Zukunft bedeutet. Eine Newcomerauszeichnung erhielt Viktor Glatthard. Wenn im Wildpark am Harder ein Steinböcklein geboren wird, heisst es Viktor. Glatthards Angebot heisst Free Walking Tour und führt gewissermassen hinter die Kulissen des touristischen Interlaken. Nominiert war auch das Projekt Adventure Park Adelboden, das Gartentor plastisch beschrieb: lange Flying Foxes und tiefe Einblicke in die Natur.

Preis zeigt Wirkung

2015 erhielt Diemtigtal Tourismus für das Projekt «Schule auf der Alp» den Innovationspreis, Ende 2014 der Weihnachtsweg Heiligenschwendi den Thunersee-Stern. Gabi Speck und Brigitte Oberli erzählten von regem Interesse, Medienecho und der Bestätigung, auf dem richtigen Weg zu sein. Wie man den richtigen Weg findet, weiss selbst Gleitschirmpilot Christian «Chrigel» Maurer nicht ganz immer.

Aber er hat die Gabe, ihn zu finden, wie sein einzigartiger Tandemflug um die Spitze des Matterhorns zeigt. Sein Vortrag am Neujahrs­apéro liess Höhenflüge über Traumlandschaften und triste Wanderstrecken an Autostrassen aufleben. Allein 2015 gewann er die Red Bull X-Alps, den Weltcup und den Swiss-Cup.

Der erste Anlass der Volkswirtschaft Berner Oberland ist jeweils der Neujahrsapéro. Präsident Alexander Schenkel begrüsste gut 200 Vereinsmitglieder und Gäste. Das diesjährige Motto heisst «Erfolgreiches Berner Oberland».

Geschäftsführerin Susanne Huber stellte den Umzug der Geschäftsstelle an die Thunstrasse in Spiez vor, wo auch ein Coworking Space eingerichtet wird.

Berner Oberländer

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