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Musikreise durch die Zeit

Anlässlich der Interlaken Classics entführten Marko Simsa, Nora Samandjiev und Alfredo Garcia-Navas Kinder und Erwachsene durch Mozarts und Vivaldis Welt.

Nicht nur zuhören, sondern auch mitmachen war beim Kinderkonzert der Interlaken Classics angesagt.
Nicht nur zuhören, sondern auch mitmachen war beim Kinderkonzert der Interlaken Classics angesagt.
Heidy Mumenthaler

Zum vierten Mal gastierte der Wiener Schauspieler, Regisseur und Musikpädagoge Marko Simsa an den Interlaken Classics. Zwei Kinderkonzerte standen auf dem Nachmittagsprogramm, welche einzeln oder im Doppelpack besucht werden konnten. Faszinierend und mitreissend nahm der Erzähler mit Nora Samandjiev, Violoncello, und Alfredo Garcia-Navas, Gitarre, in der ersten Vorführung über 220 Kinder mit auf eine Reise in die Zeit und Musik von Wolfgang Amadeus Mozart.

Zum Auftakt ertönte der bekannte erste Satz aus der «Kleinen Nachtmusik». Dass Mozart bereits als kleiner Junge seine ersten Stücke komponierte und als Dirigent vor grossen Orchestern stand, konnten die Besucher am Kinderkonzert im Lindner Grand Hotel Beau Rivage nicht nur beim Zuhören erfahren.

In wienerischem Charme liess der Erzähler die Anwesenden gemeinsam mit Violoncello und Gitarre in die Zeit vor über zweihundert Jahren eintauchen. Bald wurde festgestellt, dass es damals noch keine Fahrräder, Autos, Eisenbahnen, Handys, Fernseher oder Computerspiele gab. Die Strecken mussten zu Fuss, mit Pferd, Kutsche oder Schiff bewältigt werden.

Kutschenfahrt und Chor

Grossen Spass machte es, als Simsa die Kinder mit Familie Mozart auf eine Kutschenfahrt zum Kaiserhof nach Wien mitnahm. Die ersten Publikumsreihen verwandelten sich in galoppierende Pferde, weitere kleine Zuhörer machten sich als Kutscher nützlich und die restlichen ritten als Fahrgäste mit. Danach spielte der sechsjährige Amadeus mit seiner zwölfjährigen Schwester Nannerl mit verbundenen Augen.

Kurz darauf konnten ein paar Kinder Mozart nachahmen und sich im Dirigieren versuchen. Die Cellistin und der Gitarrist übernahmen die Rolle des Orchesters und reagierten auf die mutigen Kinder. Konzentriert blieben gar die Kleinsten am Ball. Schliesslich konnten einige auf einem feier­lichen Maskenball mittanzen. Das Mitwirken endete mit Papageno aus der beliebten Oper «Die Zauberflöte». Eifrig wurde gemeinsam als Papageno-Chor mitgesungen. Die lachenden Gesichter und die strahlenden Augen werden nicht so schnell vergessen gehen.

Bestimmt war auch das zweite Konzert mit Vivaldi ein voller Erfolg und das Jahr in den «Vier Jahreszeiten» ebenso schnell vergangen wie der Sprung zu Mozarts Zeiten.

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