Nach der Fusion die grösste Raiffeisenbank des Kantons

Interlaken

An der 88. Generalversammlung der Raiffeisenbank Jungfrau beschlossen 904 Genossenschafter die Fusion mit der Raiffeisenbank Ringgenberg.

VR-Präsident Nils von Allmen präsentierte für das Geschäftsjahr durchwegs erfreuliche Zahlen (Archivbild).<p class='credit'>(Bild: Markus Hubacher)</p>

VR-Präsident Nils von Allmen präsentierte für das Geschäftsjahr durchwegs erfreuliche Zahlen (Archivbild).

(Bild: Markus Hubacher)

Im Lauf des Jahres 2015 konnte die Raiffeisenbank Jungfrau das 10'000. Genossenschaftsmitglied willkommen heissen. Wie an der 88. Generalversammlung informiert wurde, stiegen die Kundengelder um 4,2 Prozent auf über 664 Millionen Franken. Die Ausleihungen, vor allem die Hypotheken, nahmen um 2,1 Prozent zu und betrugen 951 Millionen Franken. Dank dem vorteilhaften Verhältnis zwischen Geschäftsaufwand und Bruttoertrag weist die Bank einen Jahresgewinn von über 646'000 Franken aus. Die Bilanzsumme wuchs um 4,4 Prozent auf 1,06 Milliarden Franken. Das Eigenkapital hat Ende letzten Jahres 11,7 Millionen Franken betragen, das bedeutet 4,9 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Raiffeisenbanken Jungfrau und Ringgenberg arbeiten bereits seit Jahren eng zusammen. Die zunehmenden Vorschriften seitens des Regulators erfordern von den Banken immer mehr Aufwand, sei es beim Eigenkapital wie auch beim Berichtswesen und bei der Abwicklung von Geschäften. Diese Arbeiten bedingen oft den Einsatz von Bankfachleuten mit speziellen Kenntnissen. Mit dem Zusammenschluss wollen die beiden Bankinstitute ihre Synergien nutzen und im umkämpften Markt ihre Position weiter verstärken.

«Es geht bei der Fusion nicht in erster Linie um die Grösse, sondern darum, die sehr erfolgreiche Zusammenarbeit weiterzuführen und die Wirtschaftlichkeit zum Vorteil der Kunden, der Mitarbeitenden und der Region auszubauen», fasste Verwaltungsratspräsident Nils von Allmen die Beweggründe für die Fusion in einem Satz zusammen. Bereits vor Wochenfrist haben die Genossenschafterinnen und Genossenschafter der Raiffeisenbank Ringgenberg der Fusion zugestimmt.

Bernhard Nufer, Vorsitzender der Geschäftsleitung, betonte seinerseits die ausgezeichnete Verankerung der Raiffeisenbank in der Region. «Mit der Fusion ist kein Personal- oder Geschäftsstellenabbau geplant», versicherte er den Mitarbeitenden und den Kunden. Mit dem rückwirkenden Zusammenschluss per 1. Januar 2016 entsteht die grösste Raiffeisenbank des Kantons Bern mit 76 Mitarbeitenden, 9 Lernenden, rund 13'500 Mitgliedern und einer Bilanzsumme von knapp 1,5 Milliarden Franken.

Ohne Gegenstimmen genehmigte die Versammlung die Fusion und wählte gleichzeitig den Präsidenten der Raiffeisenbank Ringgenberg, Manuel Scheller, sowie seinen Vizepräsidenten Jürg Brönnimann in den Verwaltungsrat der (neuen) Raiffeisenbank Jungfrau. Der Geschäftsabschluss fand ebenfalls einhellige Zustimmung. Orlando Gitz, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Raiffeisenbank Ringgenberg, sowie sein Stellvertreter Robin Voegeli werden künftig in der Geschäftsleitung der fusionierten Raiffeisenbank mitwirken. Der neue Geschäftskreis umfasst 13 Gemeinden und reicht von Saxeten bis Beatenberg und von Niederried bis Därligen.

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