Nachtschiessen zum Geburtstag

Boltigen

Die Sportschützen feierten mit Gästen in ihrem Schützenstübli im Lehn das 75-Jahr-Vereinsjubiläum. Gegen 200 Gewehrschützinnen und Schützen feiern an drei Wochenenden sportlich mit.

Die Sportschützen Boltigen feiern und sind stolz. Von links: Schweizer Meister Martin Zahler, Andreas Streit, Vizepräsident der Berner Schützen, und Peter Wyss als jubilierender Sportschützenpräsident.<p class='credit'>(Bild: Fritz Leuzinger)</p>

Die Sportschützen Boltigen feiern und sind stolz. Von links: Schweizer Meister Martin Zahler, Andreas Streit, Vizepräsident der Berner Schützen, und Peter Wyss als jubilierender Sportschützenpräsident.

(Bild: Fritz Leuzinger)

Im oberen Stock des erst zehnjährigen Schützenhauses am Rande des Lehnwäldli unterhalb Boltigen hatte es am Freitagabend nur im Festbüro gedämpftes Licht. Einzig die acht Scheiben zur Sius-Hightechanlage sind beleuchtet. Sportschützinnen und Schützen fast aus der ganzen Schweiz bereiten sich beim 8. Nachtschiessen zur Festsiegerkonkurrenz «75 Jahre Sportschützen Boltigen» vor.

Am 75. Vereinsgeburtstag durfte Präsident Peter Wyss die Bol­tiger Gemeindebehörde und Delegationen befreundeter Schiessvereine im heimeligen Schützenstübli begrüssen. Unter den Gratulanten war auch Andreas Streit, Vizepräsident im Berner Schiesssportverband.

Die Boltiger Sportschützen, wie sich die Kleinkaliberschützen seit bald zehn Jahren nennen, sind als 50-Meter-Gewehrschützen treffsicher. Von den 24 aktiven Mitgliedern sind deren 16 lizenziert und nehmen regel­mässig an schweizerischen Mannschafts- und Gruppenmeisterschaften teil. Präsident Wyss ist stolz: «Mit Martin Zahler haben wir sogar einen Schweizer Meister im Veteranen-Liegenmatch unter uns. Dieses Jahr fehlte wenig zum Titel, Zahler erzielte ­Silber.»

Blitz entfachte Brand

Zur Gründungszeit im April 1942 hatte das Fördern und Pflegen der Schiessfertigkeit mitten im Zweiten Weltkrieg und die Gedanken der Landesverteidigung nicht unbedingt einen sportlichen Stellenwert. Peter Wyss: «Seit je liegt die Schiessanlage Lehn eingebettet im Einklang mit der Natur. Mit dem Einbau der ersten Laufscheiben (1974) gehörte das Zeigen von Hand der Vergangenheit an.»

Durch den Schützenhausbrand wurde die Vereinsgeschichte im 2005 ein Raub der Flammen. Der durch einen Blitzschlag entfachte Brand zerstörte das Schützenhaus und die darin aufbewahrten Pokale und Vereinsauszeichnungen gänzlich. Mit viel kameradschaftlicher Fronarbeit mit den Pistolenschützen als Partner wurde das schmucke Schützenhaus gebaut.

Mit der Anschaffung von acht modernen Trefferanzeigen und dem neuen Kugelfangsystem erfüllt die Anlage alle ­geforderten Umweltschutzvorgaben. Am Jubiläumsschiessen wird an drei Wochenenden aus vier Stichen der Festsieger erkoren. An der Spitze der Zwischenrangliste um den Festsieg sind ­Simon Beyeler, Schwarzenburg, Vanessa Hostettler, Gümmenen, und Pascal Loretan aus Düdingen. Alle drei gehören dem Nationalkader an.

Berner Zeitung

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