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Neue «Alpenruhe» für 24 Millionen

Die Stiftung Alpenruhe beabsichtigt, für 24,6 Millionen Franken ein neues Wohnheim zu bauen. Dazu wird der Werkbereich erweitert und energetisch saniert.

Hohe Profilstangen markieren das Bauvorhaben zum neuen Wohnheim der Stiftung Alpenruhe. Das Werkstattgebäude wird erweitert und energetisch saniert. Die alte Alpenruhe (rechts) mit ihren markanten Giebeln wird mit der Fertigstellung abgerissen.
Hohe Profilstangen markieren das Bauvorhaben zum neuen Wohnheim der Stiftung Alpenruhe. Das Werkstattgebäude wird erweitert und energetisch saniert. Die alte Alpenruhe (rechts) mit ihren markanten Giebeln wird mit der Fertigstellung abgerissen.
Fritz Leuzinger

In der Stiftung Alpenruhe in Saanen wohnen zurzeit 27 geistig, körperlich und psychisch beeinträchtigte Menschen. Im geschützten Werkstattbereich werden insgesamt 60 Beeinträchtigte professionell betreut und beschäftigt. Matthias Brunner, Präsident des Stiftungsrates: «Die verschiedenartigen Strukturen für Wohnen und Arbeiten müssen angepasst werden. Wir sind nun rund zehn Jahre am ­Planen – dies auch mit Bedarfsanalysen durch die Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons.» Bei der Bauverwaltung Saanen liegt noch bis zum 19. September eine Bau- und Gastge­werbepublikation der Stiftung Alpenruhe auf.

Das Bauvorhaben umfasst ein um 15 Einheiten erweitertes Wohnheim. Der neue Gebäudekomplex grenzt an das Werkstattgebäude. Er ist mit 5 Wohnbe­reichen ausgestattet, die der ­individuellen Betreuung und Begleitung der Bewohner angepasst sind. Auch die bestehende Werkstatt wird umgebaut, energetisch saniert und dem Bedarf entsprechend um 17 auf 56 Beschäf­tigungs- und Arbeitsplätze er­weitert.

Ein öffentlicher Treffpunkt

Die Translocal Architecture GmbH aus Bern, die den Planungswettbewerb gewann, hat auch mit der Neugestaltung der Umgebung den Öffentlichkeitscharakter zwischen der Bevöl­kerung und den beeinträchtigten Mitmenschen miteinbezogen. Der spannend gestaltete Spielplatz wird neu in die Nähe des heutigen Streichelzoos und der Cafeteria mit integriertem Laden wieder aufgebaut. «Mit dem Neu- und Umbauprojekt werden die gesamten Infrastrukturen den heutigen Anforderungen angepasst. Es ist unser Ziel, die Lebensqualität der beeinträchtigten Menschen zu verbessern», ­erklärt Markus Kindler, Insti­tutionsleiter der Wohn- und Arbeitsgemeinschaft.

Noch fehlen 6 Millionen

Die voraussichtlichen Baukosten belaufen sich auf 24,6 Millionen Franken. Stiftungsratspräsident Matthias Brunner: «Nach intensiven Verhandlungen mit den zuständigen Ämtern hat der Kanton im Juni 2016 ein Kostendach von 16,2 Millionen gesprochen. Nach der Verwendung von Eigenkapital und der Aufnahme einer Hypothek bleibt der Stiftung eine Finanzierungslücke von 6 Millionen Franken, die sie selber auftreiben muss.» Die Stiftung Alpenruhe ist zur Realisierung auf eine breite öffentliche Unterstützung angewiesen.

Im März 2018 ist mit dem Abbruch des angrenzenden Bauernhauses der Baustart zum neuen Wohnheim. Nach der Fertigstellung circa Mitte 2020 werden die Bewohnerinnen und Bewohner in ihr neues Zuhause umziehen. Während der Sanierung und Erweiterung des Werkstattgebäudes wird der gesamte Werkstattbereich in die alte Alpenruhe ­verlegt. Als letzte Etappe wird das heutige Alpenruhe-Gebäude abgebrochen und die ganze Umgebung neu gestaltet. Markus Kindler: «Gegen Ende 2021 dürfte das Projekt abgeschlossen sein. Für den 35-köpfigen Betreuerstab mit 28 Vollzeitstellen wie für unsere beeinträchtigten Mitmenschen wird es eine intensive Zeit geben.» www.alpenruhe.ch/bauprojekt

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