Zum Hauptinhalt springen

Neue Jobregeln in der Kritik

Die neue Praxis bei der Stellenvergabe, dass diese erst beim RAV ausgeschrieben werden müssen, sei sehr aufwendig, kritisieren die Hoteliers aus Interlaken.

Bevor in der Hotellerie aktiv nach Fachkräften gesucht werden kann, muss eine freie Stelle neu zuerst fünf Tage beim RAV ausgeschrieben werden.
Bevor in der Hotellerie aktiv nach Fachkräften gesucht werden kann, muss eine freie Stelle neu zuerst fünf Tage beim RAV ausgeschrieben werden.
Bruno Petroni

Angesichts einer erneuten Zunahme der Logiernächte in der Destination blickte Thomas Dübendorfer, Präsident des Hoteliervereins Interlaken, an der Mitgliederversammlung auf ein «durchaus positives Jahr» zurück. Nicht zufrieden ist der Verein mit der Einführung des Stellenlosenvorrangs im Zusammenhang mit der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative. Freie Stellen in der Hotellerie müssten zuerst für fünf Arbeitstage beim RAV ausgeschrieben werden. Erst im Anschluss könne aktiv nach Fachkräften gesucht werden. Die Umsetzung sei sehr aufwendig, und es könnten kaum freie Stellen besetzt werden.

Ein anderes Thema des vergangenen Jahres sind Plattformen wie Airbnb. «Nirgends in der Schweiz sind in so kurzer Zeit so viele Airbnb-Anbieter auf dem Markt erschienen wie in Interlaken», heisst es in einer Mitteilung des Hoteliervereins. Die Gemeinden auf dem Bödeli sähen aktuell den Zweitwohnungsanteil gefährdet und hätten Massnahmen zur Erhebung der Wohneinheiten eingeleitet. «Der Hotelierverein setzt sich dafür ein, dass die Hotellerie von dieser Massnahme ausgenommen wird.»

Weiter habe der Hotelierverein Interlaken zur Tourismusstrategie des Kantons eine Stellungnahme eingereicht. Diese sei bis heute unbeantwortet geblieben. «Dabei wurde die Frage aufgegriffen, ob die Kurtaxe in der aktuellen Form noch zeitgemäss ist.» Grosse Freude haben die Hoteliers am Bau der neuen V-Bahn als «nachhaltige Investition vom grössten Arbeitgeber in der Jungfrau­region». Eine neue Broschüre für die arabischen Gäste soll als «weltweit einzigartige Gäste­information» das Tagesgeschäft vereinfachen. Neuer Präsident des Hoteliervereins und damit Nachfolger von Thomas Dübendorfer wird Bernhard Müller vom Hotel Bären in Unterseen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch