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Neuer Platz für alte Bilder

Bilder gabs im Spital Interlaken immer. Jetzt werden sie restauriert, neugerahmt und nach einem Konzept aufgehängt. Ein erster Schritt heisst Weissenau.

Martin Otth, Präsident der Kunstkommission, platziert die neu gerahmten Bilder wie das Blumenbild von Bendicht Friedli.
Martin Otth, Präsident der Kunstkommission, platziert die neu gerahmten Bilder wie das Blumenbild von Bendicht Friedli.
Anne-Marie Günter

Irgendwo im Untergrund des Spitals Interlaken lagern Bilder, verstaubt, vergilbt. Ein Inventar der rund 300 spitaleigenen Werke wurde erstellt, nachdem das Spital an den Kanton übergegangen war.

Die Kunstschätze blieben im Besitz der Stiftung Spitäler fmi AG. Eine ehrenamtliche Kunstkommission wurde geschaffen. Sie bekam den Auftrag, mit vorhandenen Bildern ein Kunstkonzept in den Gängen und den Treppenhäusern des Spitalgebäudeteils K zu realisieren; die Stiftung sprach einen Kredit von 60'000 Franken aus bestehenden Fonds.

«Zum Konzept gehört vieles, auch eine entsprechende Möblierung und Farbe, vor allem im Treppenhaus», sagt Martin Otth, Präsident der Kunstkommission. Er vermisst an einem Tag, an dem er frei hat, Spitalwände und testet, welche Bilder wo am besten zur Geltung kommen.

«Zum Denken anregen»

«Die Gestaltung soll zum Denken anregen», sagt er. 40 Werke hat die Kommission für die erste Gestaltungsetappe ausgewählt. Wegen des teilweise maroden Zustandes der Bilder wurden sie in einem Fachgeschäft gereinigt, wenn nötig geflickt und dem Konzept entsprechend neu gerahmt.

Otth freut sich, dass dank neuen Rahmen und Passepartouts die Bilder besser zur Geltung kommen. Sie sollen nicht einfach so vor sich hinhängen, sondern Teil eines Gesamtkonzepts sein. Eine Verbindung wird mit Fotografien in aussergewöhnlichen Formaten geschaffen.

Gezeigt werden sollen Ausschnitte, die sich nicht auf den ersten Blick voll erschliessen und zum genaueren Hinschauen anregen. Otth arbeitet hier mit Adrian Jäck zusammen. Die erste Etappe des Konzepts heisst – naheliegend wegen des Spitalstandorts – Weissenau. Was ein wei­tes Feld an Natur-Seeufer-Landschaften öffnet.

Bilder rund ums Wasser haben themagemäss den Vorrang. Viele der stiftungseigenen Bilder sind Werke hiesiger Künstler. Otth hat keine Forschung darüber angestellt, wie die Werke ins Spital kamen, ist aber überzeugt, dass sie im Gesamtkonzept besser zur Geltung kommen werden.

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