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Nichts für Faulpelze

Zu den Königsrouten im Berner Oberland zählt die Faulhorn-Tour. Der lange Aufstieg durch eine nahezu unberührte Winterlandschaft, die Aussicht vom Gipfel und die einzigartige Abfahrt zur Bussalp vermitteln unvergleichliche Erlebnisse.

Andreas Staeger
Sicht vom Gipfel des Faulhorns nach Norden auf Bättenalp, Brienzersee und Axalp.
Sicht vom Gipfel des Faulhorns nach Norden auf Bättenalp, Brienzersee und Axalp.
Andreas Staeger

Von der Gondelbahn-Bergstation First zieht sich ein mit Pistenfahrzeugen gespurter Winterwanderweg in grosszügiger Breite über den Hang nördlich des Berghauses. Nach einem kurzen Anstieg geht es alsbald ebenen Wegs zur Gummihitta und, in leichtem Auf und Ab, weiter zum Bachalpsee.

In der warmen Jahreszeit als blaues Juwel bekannt, verschwindet dieser im Winter unter einer dicken Eis- und Schneeschicht. Die unberührte Landschaft wird nur von vereinzelten Wildspuren und Skitourenlinien durchzogen.

Grossartige Rundsicht

Ein langer Aufstieg führt an der Burgihitta vorüber Richtung Gassenboden. Zwar steht fest, dass die Bezeichnung Faulhorn auf das bröcklige Gestein zurückgeht, aus dem der Berg besteht. Dennoch gehört festgehalten, dass dieser Gipfel nichts für faule Leute ist, sondern nur von fleis­sigen Aufsteigern bewältigt werden kann.

Die paar Dutzend zusätzlichen Höhenmeter bis zur Gipfelkuppe sollte man keinesfalls scheuen, denn die Aussicht dort oben ist grandios.

Im Gassenboden rückt das Ziel, der 2680 Meter hohe Faulhorngipfel, in Sichtweite. Das 1830 ­erbaute Berghaus schmiegt sich in den Südhang; im Winter ist es geschlossen. Die paar Dutzend zusätzlichen Höhenmeter bis zur Gipfelkuppe sollte man keinesfalls scheuen, denn die Aussicht dort oben ist grandios. Im Norden öffnet sich die Perspektive auf den Brienzersee und zur Augstmatthornkette.

Im Osten ragen die Zacken des Schwarzhorn­massivs und des Wetterhorns in die Höhe. Gegen Süden hin setzt sich die Gipfelparade mit Schreckhorn, Finsteraarhorn und Eiger fort. Im Westen breitet sich das Lauterbrunnental aus. Am Horizont wird das Panorama vom Blüemlisalpmassiv abge­rundet.

Auf Kufen ins Tal

Für den Rückweg steigt man zunächst auf gleicher Route nach Gassenboden ab und schwenkt dort Richtung Osten um. Sehr zu empfehlen ist eine Abfahrt mit dem Schlitten. Bei guten Schneebedingungen kann bis nach Grindelwald hinuntergefahren werden. Gegen 15 Kilometer misst diese einzigartige Strecke; sie gilt damit als längste Schlittelabfahrt der Welt. Doch auch wer zu Fuss unterwegs ist, kommt nicht zu kurz.

Das breite Trassee bietet Schlittlern und Wanderern mehr als genug Platz. Der Abstieg ist zudem nicht übermässig steil. ­Lediglich zu Beginn muss ein recht deutliches Gefälle in Kauf genommen werden. Danach geht es auf angenehmem Weg zum Oberläger hinunter und von dort in mehreren weiten Bogen zur Bussalp.

Informationen

Anreise: mit der Bahn nach Grindelwald, weiter mit Gondelbahn nach First;

Rückreise: ab Grindelwald mit der Bahn;

Route: First–Bachalpsee–Gassenboden– Faulhorn–Bussalp;

Wanderzeit: 2 Stunden 30 Minuten für den Aufstieg, 2 Stunden für den Abstieg bis Bussalp;

Streckenlänge:10 Kilometer;

Höhendifferenz:570 Meter Aufstieg, 940 Meter Abstieg;

Schwierigkeit:sportlich.

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