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Nomination wirbelte Staub auf

Der Berner Ziegenzuchtverband ­nominierte vier Kandidaten für die Vorstandswahl zum Schweizer Ziegenzuchtverband. Die Oberländer rufen mit ihrem Präsidenten Roland Bigler zu einem Wahlkampf um den dritten Berner Sitz auf.

Fritz Leuzinger
Sein Sitz im Vorstand des Schweizerischen Ziegenzuchtverbandes ist umstritten: Landwirt Fritz Läderach (Archivbild)
Sein Sitz im Vorstand des Schweizerischen Ziegenzuchtverbandes ist umstritten: Landwirt Fritz Läderach (Archivbild)

Zusammen mit dem Kinderchörli Lauenen begrüsste Christian Dübi, Präsident der Ziegenzuchtgenossenschaft Saanen, in der Schönrieder Mehrzweckhalle 115 Delegierte des Berner Ziegenzuchtverbandes (BZZV). Die Abgeordneten der 57 Ziegengenossenschaften wurden von Roland Bigler, Ortschwaben, präsidiert.

Mit Mehrausgaben von 2883 Franken schloss Geschäftsführer Daniel Ritter die Erfolgsrechnung aus rund 140'000 Franken Einnahmen und Ausgaben ab. Auch für das laufende Jahr rechnet er mit Bundes- und Kantonsbeiträgen, die zu einem fast ausgeglichenen Budget beitragen dürften. Auf die Einforderung von Mitgliederbeiträgen wird im BZZV einmal mehr verzichtet.

Vor einer Kampfwahl

In Landquart stellt sich am 10. März an der Schweizer Delegiertenversammlung der 16-köpfige Vorstand des Schweizer Ziegenzuchtverbandes (SZZV) zur Wiederwahl. Einzig Präsident Andreas Michel muss ersetzt werden. Mit der Nomination einer Berner Dreierkandidatur mit Samuel Amstutz, Schwanden/Sigriswil, Jakob Gerber, Süderen, und dem amtierenden SZZV-Vizepräsidenten Fritz Läderach aus Worb konnte sich der Oberländer Unterverband nicht einverstanden erklären. Sie sagten dem Worber Landwirt Läderach den Kampf an und portierten den aus ihrer Sicht kompetenteren Berner Verbandspräsidenten Roland Bigler aus Ortschwaben. Mit 81 Stimmen wurde eine Viererkandidatur beschlossen.

In seinem Grusswort erläuterte Andreas Michel das Wahlvorgehen: «Amstutz und Gerber werden einzeln bestätigt. Die beiden Kontrahenten werden danach einander gegenübergestellt. Das letzte Wort haben die 289 Delegierten in Landquart.»

Schärfere Beurteilungen

Vom Verbandsexperten Ueli Perren, St. Stephan, war unter anderem zu vernehmen, dass alle Manipulationen wie Schönfärben, Ölen und Scheren, um das Erscheinungsbild zu beeinflussen, geahndet werden. Bei der Bewertung der Saanengeiss wird dem weissen Rassenstandard ernsthaft Rechnung getragen. Ziegenböcke mit schwarzen Flecken werden ausgeschlossen. Bei Ziegen werden je nach Fleckengrösse Bewertungspunkte abgezogen.

Boltigen als kleinster Verein der kantonalen Organisation hat sich Ende 2017 aufgelöst. Mit seinen 16 Mitgliedern ist der kürzlich gegründete Ziegenverein Alpenblick, Wimmis, dem Berner Verband beigetreten. Präsident Fritz Grossniklaus freute sich: «Unsere erste Frühlingsshow am 14. April wird ein Fest. Wir werden zusammen mit den Züchtern aller im Schweizer Herdebuch erfassten Ziegenrassen die BZZV-Zugehörigkeit feiern.»

Michael Schläppi, Grund bei Gstaad, wurde für seine zehnjährige Tätigkeit als Zuchtbuchführer ausgezeichnet. Und insgesamt 14 Besitzer von ausgezeichneten Stammtieren aus sieben Rassen wurden mit der Stahlplakette belohnt.

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