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Nordic Day: Den Wetterlaunen getrotzt

Der Grosseinsatz hat sich gelohnt. Mit 40 spontanen Helfern sorgten OK-Chef Urs Niedhart und Wettkampfleiter Jürg Martig für eine einwandfreie Loipe am Nordic Day. Jedoch musste der 46. Volksskilauf abgesagt werden.

Die späteren Kostümsieger vor dem Lauf: Die «Wöschwiiber».
Die späteren Kostümsieger vor dem Lauf: Die «Wöschwiiber».
Samuel Ryter
Am altertümlichen Wäschhafe: Hanspeter Rufener (rechts) und Hans Santschi.
Am altertümlichen Wäschhafe: Hanspeter Rufener (rechts) und Hans Santschi.
Samuel Ryter
Nach dem Lauf gönnen sich die Teilnehmer eine Auszeit am Verpflegungsposten oberhalb des Muggeseelis. Im gelben Anzug: Grundeigentümer Beat Hodel.
Nach dem Lauf gönnen sich die Teilnehmer eine Auszeit am Verpflegungsposten oberhalb des Muggeseelis. Im gelben Anzug: Grundeigentümer Beat Hodel.
Samuel Ryter
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Der 15. Kandersteger Nordic Day vom Samstag ging schliesslich niederschlagsfrei und in guter Stimmung über die sportliche Bühne. Trotz schlechter Wetterprognose kamen 453 (Vorjahr 570) Teilnehmende zum 2,3 Kilometer langen Lauf im Bereich Schützenhaus-Wildi-Muggeseeli (Hotel des Alpes).

Zum vormittäglichen Langlaufkurs schrieben sich zudem 150 Teilnehmende ein. Sie kamen mit dem «Lötschberger» aus Thun, Bern, Solothurn und Zürich nach Kandersteg. Die LL-Ausrüstung konnte im Gemeindesaal zu 20 Franken, Kinder 10 Franken, gemietet werden.

Hier amtiert seit Jahren als versierter Chef der gebürtige Kandersteger Bruno Martig, heute Filialleiter der Frutigkasse in Spiez. Er schätzte, dass rund zwei Drittel erstmals auf LL-Ski standen. Drei Viertel bezogen Skatingski. Die Fitnesstrainerin und berühmte Bergläuferin Helene Ogi (40) nahm in der Folge die 150-Schar zum Aufwärmen für den aktiven Sport beim Schützenhaus in Empfang.

Klar sind die Spielregeln zum Nordic Day: Gewertet werden die erlaufenen Runden fürs Team sowie die Kostümierung. Die Frage stand im Raum: Wer schiesst bei der Kostümwertung diesmal den Vogel ab? Ohne Rekursmöglichkeit amtet hier eine internationale Jury. Darunter die erfahrene Rita De Ganseman aus Belgien, jahrzehntelanger Gast im Hotel Blümlisalp.

Belle-Epoque-Freunde und «Sag’s mit Blumen» standen im spannenden Final. Die «Wöschwiiber» aus der guten alten Zeit, dargestellt von der Blumenstein-Familie Hanspeter Rufener, bekamen schliesslich vor der hiesigen Musikgesellschaft die verdiente Krone. Im dritten Rang klassierten sich die «Cool Runnings» (ehemalige JO-ler aus dem Skiclub Spiez).

Silber für die Thuner

Gelebt wird der sportliche Teamgeist bei den vielen Firmen und Vereinen. Bei den Rundenteams siegte die «Power-Family» (Berner Oberland) ganz in Gelb ­gekleidet (dem vertraulichen Vernehmen nach stand hier eine emmentalische Käserei als T-Shirt-Sponsor dahinter).

Mit der «Family» liefen auch vier Gehbehinderte mit. Darunter der bekannte Wettkämpfer Heinz Frei aus Oberbipp. Die Silbermedaille gewannen «Die Venezianer», der Nordische Skiclub Thun mit Chefin Seraina Mischol. Einmal mehr: Mit sieben Runden war hier der Goldiwiler Paul Graber (72) der Rundenkönig. Dritte wurde die Wenger Fenster AG.

«Ganz in Weiss», SOS FMI, nahmen 21 Pflegefachleute der Spitäler Frutigen, Meiringen und Interlaken teil. Und: Rebekka Sarbach, Pflegefachfrau aus Frutigen, brachte das Fazit des Nordic Days 2017 auf den Punkt: ­«Bewegung, Zusammensein, Spass...»

Zur guten Stimmung trugen schliesslich auch die Verpflegungsposten unterwegs bei. Bei einem heimeligen Lagerfeuer oberhalb des malerischen Muggeseelis gab es bei der Frutiger Bucher Hydraulics AG mit «Mona Lisa» und dem Landeigentümer Beat Hodel Tranksames. Und für müde Geister standen sogar zwei topmoderne Liegestühle bereit. Andernorts kredenzten die rüstigen Chanderstäger Männerriegler wunderbaren Glühwein.

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