Oberländische, bernische und bluesige Mundartkost

Schon fast traditionsgemäss erschallten gestern Sonntag zum Abschluss des Brienzersee Rockfestival berndeutsche Texte im Festzelt.

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Ausschliesslich Mundartformationen standen am Sonntag auf der Bühne. Angefangen bei einem, der das Brienzersee Rockfestival bestens kennt: Andreas Flückiger, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Endo Anaconda, Frontmann von Stiller Has, versprühte am Sonntagmittag seine unverkennbaren Poesien, getragen von einer ebenso unverwechselbaren Stimme. Auch ohne den Mattner René «Schifer» Schafer, der lange Jahre den Sound von Stiller Has geprägt hat und die Band letztes Jahr verliess, ent­falten sich beim Hasen viele bluesig-erdige Klangfarben.

Sandee mit der halben Schmetterband

Dann setzte die Wimmiserin Sandra Moser, besser bekannt als Sandee, zu einem sympathischen Konzert an – auch für sie ist es nicht der erste Auftritt am Rockfest, aber der erste seit vierzehn Jahren. Die Frau mit einer der markantesten Stimmen im einheimischen Musikzirkus animierte das Publikum und zeigte, dass sie auch richtig rockig werden kann. Beispielsweise bei einer Coverversion von Polo Hofers «Summer 68», einem Song, den ihre Begleitmusiker Thomas Wild (Schlagzeug) und Mauro Zompicchiatti (Bass) als ehemalige Schmetterband-Mitglieder natürlich bestens kennen.

Nicht unbedingt auf einen anderen Stil, aber auf eine komplett andere Instrumentierung setzt die Band Troubas Kater aus Bern, die mit Sousafon (eine Art Tuba), Posaunen und Trompete würzigen Pop zum Besten gaben.

Und dann, ganz zum Schluss, wurde es nochmals ein wenig einheimisch: Der Männerchor Heimweh, derzeit mit dem Album «Blueme» in der Hitparade, hat mit dem in Thun aufgewachsenen und in Matten bei Interlaken wohnhaften Walter Christen ei­nen Oberländer Sänger in den ­Reihen. Es war kein rockiger, aber ein stimmiger Abschluss des Rockfestivals.

(Berner Oberländer)

Erstellt: 05.08.2018, 21:21 Uhr

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