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Ohne Risse im Belag, aber auch ohne Verbreiterung

2012 lehnten die Hasliberger die Strassensanierung in Reuti ab. Im November kommt das Geschäft wieder vor die Gemeindeversammlung. Nun formiert sich erneut Widerstand.

Über die Strassensanierung in Reuti entscheiden die Hasliberger im November.
Über die Strassensanierung in Reuti entscheiden die Hasliberger im November.
Patrick Gasser

Tiefe Risse ziehen sich durch den Belag. Die Strasse zwischen der Post in Hasliberg-Reuti und dem Milchhüttli hat durch den Verkehr und die Elemente hart gelitten. Eine Sanierung ist unumgänglich. Bereits 2012 kam das Geschäft vor die Gemeindeversammlung. Damals lehnten die Hasliberger das Vorhaben ab ­— trotz der Kantonsbeiträge.

Nun nimmt das Projekt einen neuen Anlauf. Bei der Novemberversammlung können die Stimmbürger erneut entscheiden, ob das 360 Meter lange Teilstück saniert wird. «Das Interesse bei der öffentlichen Mitwirkung war gross», sagt Gemeindepräsidentin Sandra Weber. Gegen 50 Personen besuchten eine von der Gemeinde iniziierte Veranstaltung. Dabei präsentierten die Verantwortlichen auch drei verschiedene Vorschläge.

Drängende Frage: Soll die Strasse mit der Sanierung auch gleich ein durchgängiges Trottoir erhalten? Nein, so die eingängige Meinung an der Veranstaltung. Zumal die Strasse ein Kreuzen von Fahrzeugen ohnehin beinahe nicht erlaubt.

Anwohner fordern Ausbau

Mitten zwischen Mitwirkungsverfahren und der Beschlussfassung an der Gemeindeversammlung vom 22. November melden sich nun drei Bewohner in einem gemeinsamen Schreiben an die Redaktion zu Wort. Sie fordern einen zweispurigen Ausbau des zu sanierenden Strassenabschnitts. «Die mächtigen, breiten Materiallieferwagen und Transportfahrzeuge im Gewerbe und in der Landwirtschaft werden vermehrt zum Problem», so die Verfasser. Ein Kreuzen ohne Ausweichen auf Privatgrundstücke sei nicht möglich.

Für Fussgänger sei die jetzige Situation gefährlich. Deshalb müsse die Strasse nicht nur mit einem Trottoir versehen , sondern auch zweispurig ausgebaut werden. Dafür gebe es wegen den angrenzenden Liegenschaften schlicht zu wenig Platz, sagt Gemeindepräsidentin Sandra Weber. «Die Verhandlungen mit den angrenzenden Landbesitzern wären für die Gemeinde sehr schwierig.» Auch habe es während des Mitwirkungsverfahrens keinen Antrag in diese Richtung gegeben.

Das Projekt, welches nun dem Volk vorgelegt wird, sieht eine umfassende Sanierung der bestehenden Strasse vor. Nicht nur die Risse im Belag sollen verschwinden, auch der Unterbau der Strasse würde durch das Projekt ausgebessert werden. Ein Trottoir ist im Bereich der Einfahrt der neuen Überbauung Hostet vorgesehen. Weil sich an der Breite der Strasse nichts ändert, braucht es für die Sanierung auch keine Baubewilligung, wie es auf Anfrage der zuständigen Verwaltung heisst.

Eine Realisierung des vorgeschlagenen Projekts in Reuti ist bei einem Ja des Haslibergers Stimmvolks im Sommer 2018 vorgesehen. Die Baukosten für den Abschnitt belaufen sich auf 540'000 Franken.

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