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Politiker fordern Innovation und weniger Formulare

Innovation, gute Verkehrsanbindung, schlanke Verwaltung: Grossratskandidaten stellten am Podium der Ortsparteien ihre Ideen zu einem gemeinsamen Weg im Berggebiet vor.

Anne-Marie Günter
Das Podium in Grindelwald (v. l.): Regierungsrat Christoph Neuhaus, Nationalrätin Christine Häsler, Grossrat Markus Wenger, die Moderatoren Emanuel Schläppi und Hans Peter Baumann, die Grossräte Ursula Zybach und Peter Flück sowie Enea Martinelli.
Das Podium in Grindelwald (v. l.): Regierungsrat Christoph Neuhaus, Nationalrätin Christine Häsler, Grossrat Markus Wenger, die Moderatoren Emanuel Schläppi und Hans Peter Baumann, die Grossräte Ursula Zybach und Peter Flück sowie Enea Martinelli.
Anne-Marie Günter

«Landwirtschaft/Gewerbe/Tourismus im Berggebiet – bauen am gemeinsamen Weg»: Dies war das Thema, das die SVP und die FDP Grindelwald für ein überparteiliches Wahlpodium wählten. Dass es um Wahlen ging, zeigte ein Blick ins Publikum: Ein grosser Teil bestand aus Kandidaten für den Grossrat. Das war von den Organisatoren auch so vorge­sehen, denn alle Kandidaten durften sich kurz vorstellen. Die beiden Grindelwalder Grossratskandidaten Emanuel Schläppi (FDP) und Hans Peter Baumann (SVP) moderierten den Abend abwechslungsreich, indem sie zwischen den Vorstellungsblöcken ein Thema herausgriffen und Rückfragen ans Podium stellten.

Welchen Weg wollen jetzt die heutigen und die zukünftigen Oberländer Politiker jetzt also bauen? Als Erste kam die Grindelwalder Nationalrätin und Regierungsratskandidatin Christine Häsler (Grüne) zu Wort. Sie sprach von einem Seiltanz, nämlich zwischen Innovation und Mithalten mit anderen Regionen einerseits und dem Schutz der Landschaft andererseits. Sie möchte Brückenbauerin sein und auch raumplanerisch dabei mithelfen, dass junge Familien eine Zukunft ­haben.

Gute Anbindung

Für Grossrat Peter Flück (FDP) sind die Zufahrtswege ins Oberland matchentscheidend, sowohl beim äusserst wichtigen ÖV als auch beim privaten Verkehr. Und er könnte sich vorstellen, dass Arbeitsplätze einmal aareaufwärts statt -abwärts ziehen, auch weil auf dem Flugplatz Inter­laken Land bereitsteht. Regierungsrat und Hühner- und Schafzüchter Christoph Neuhaus (SVP) ging auf einen Rundumschlagweg: Milchpreis, Luchs und Wolf, Wald, der Bauland werden könnte, Schulen im Dorf, Skilager und Dacherhöhungen in der Landwirtschaftzone. Grossratspräsidentin Ursula Zybach (SP) fand, dass im Kanton politisch nicht alle Regionen über einen Leisten geschlagen werden müssten, sondern Freiheiten haben sollen. Grossrat Markus Wenger (EVP) plädierte für Innovation und schnelle IT-Netze. Enea Martinelli (BDP) fand, dass man Kreativität nicht abwürgen dürfe.

Formularkrieg

Viele der Kandidaten möchten in Bern gegen die vielen Formulare kämpfen, die vor allem Gewerbebetrieben das Leben schwer machen. Nichtlandwirt Nils Fiechter (SVP) stellte klar, dass ein Bauer Bauer sein wolle und nicht ein Formularausfüller. Kilian Wyssen eruierte die Schuld dafür bei den netten Linken und Grünen. Themen waren die Schaffung von Arbeitsplätzen, welche für die Jungen attraktiv sind, und der Verkauf der Oberländer Hotels an Ausländer, wobei ausdrücklich auch positive Beispiele von jungen einheimischen Hoteliers erwähnt wurden.

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