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«Politiker sollen handeln»

Die Vereinigung zum Schutz von Wild- und Nutztieren vor Grossraubtieren im Kanton Bern ist besorgt.

Wolf und Luchs rissen im Sommer 2018 in den Berner Alpen mindestens 65 Nutztiere.
Wolf und Luchs rissen im Sommer 2018 in den Berner Alpen mindestens 65 Nutztiere.
Keystone

«Mit grosser Besorgnis müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass diesen Sommer auf unseren Alpen im Kanton Bern 65 Nutztiere nachgewiesen von Wolf und Luchs gerissen wurden», teilt Thomas Knutti, Präsident der Vereinigung zum Schutz von Wild- und Nutztieren vor Grossraubtieren im Kanton Bern, mit.

«Weitere 65 Nutztiere konnten nicht eindeutig als Wolfs- oder Luchsrisse identifiziert werden; diese Tiere sind einfach verschwunden», hält der SVP-Grossrat aus Weissenburg weiter fest. Er geht davon aus, «dass diese grosse Anzahl von Nutztieren ebenfalls dem Grossraubtier Wolf/Luchs zum Opfer gefallen sind».

Im Namen der Vereinigung fordert Knutti «die Politiker dringend auf zu handeln und die Gesetzgebung so anzupassen, dass die Regulierungen von Wolf und Luchs jetzt in der Jagdgesetzrevision verankert werden».

DNA-Proben eingereicht

Die Vereinigung habe diesen Sommer mehrere DNA-Proben bei gerissenen Nutztieren entnommen und eingereicht, schreibt Knutti weiter. Die Analysen zeigten ein deutliches Bild, und die Proben deuten auf Wolfsmischlinge (Hybriden) aus den Regionen Russland, Frankreich und Polen hin. Wolfsmischlinge seien gesetzlich nicht geschützt. Sollten im Kanton Bern tatsächlich Hybriden leben, müssen diese sofort zur Jagd freigegeben werden, kommt der Präsident zum Schluss.

Aufgrund diverser Vorkommnisse in der Region Schangnau habe die Vereinigung das Bundesamt für Umwelt (Bafu) mittels Gesuch aufgefordert, den Wolf M76 endlich zum Abschuss freizugeben. Es bestehe durchaus Gefahr für die Bevölkerung der Gemeinde Schangnau. Sollte das Bafu der Aufforderung der Vereinigung nicht nachkommen und deren Gesuch ablehnen, werde das Bundesamt für alle Übergriffe von Wolf M76 auf Menschen zur «vollen Verantwortung» gezogen, hält Knutti fest.

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