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Raiffeisen Frutigland geht ihren Weg unbeirrt weiter

Die Generalversammlung der Raiffeisenbank Frutigland stand im Zeichen eines hohen Gewinns und einer klaren Positionierung des Bankinstitutes.

Verwaltungsratspräsident Peter Rösti, inmitten des Verwaltungsrates, lobte die Bank und ihre Mitarbeiter.
Verwaltungsratspräsident Peter Rösti, inmitten des Verwaltungsrates, lobte die Bank und ihre Mitarbeiter.
Herbert Kobi

337 stimmberechtigte Genossenschafter (von total 8769) wohnten am Donnerstagabend in der Widihalle der ordentlichen Generalversammlung (GV) der Raiffeisenbank Frutigland bei. Nebst einem Jahresgewinn von 1 568 609 Franken wurde von VR-Präsident Peter Rösti und Bankleiter Christoph Berger vorwiegend Positives berichtet. Sie ­werden beide im nächsten Jahr demissionieren.

«Wir sind ländlich, aber nicht konservativ»

Peter Rösti war sich der Bedeutung und der regionalen Stärke der Raiffeisenbank sehr bewusst. «Wir sind ländlich, aber nicht konservativ. Unsere Haltung ist vorsichtig, doch sind wir stets ­offen für etwas Neues.» Dabei stehe der gesunde Menschenverstand – nicht die Paragrafen – bei Entscheidungen im Vordergrund.

Bankleiter Berger betonte in seinem Bericht, dass jede der 250 Raiffeisenbanken unabhängig agiere, die Steuern vor Ort bezahle (900'000 Franken im Frutigland) und damit die Region am wirtschaftlichen Erfolg teilhaben lasse. «Dank unseres hervorragenden Geschäftsergebnisses können wir einen Zins von 6 Prozent auf dem Anteilschein ausrichten.» Für die Raiffeisenbank Frutigland sei 2017 ein Rekordjahr gewesen, wobei der Deckungsgrad der Kundengelder 93,23 Prozent betrage, der Zugang bei diesen Geldern belaufe sich auf über 20 Millionen Franken, und die Bilanzsumme habe letztes Jahr 740 Millionen erreicht.

In Bezug auf den Fall Pierin Vincenz, der auch an dieser GV zu reden gab, meinte Berger, «es hat dazu geführt, dass die Raiffeisenbanken sich ihrer Position wieder besser bewusst werden und das Rollenverständnis ins richtige Licht geführt wird». Es werde eine Machtrückverschiebung an die Basis geben mit einer aktiveren Mitsprache der Banken. Und für den Bankleiter gelten weiterhin die Grundpfeiler «Anstand, Bescheidenheit, Demut und Charakterstärke».

«Fussballerisch ist es eine eingespielte Mannschaft»

Nebst allen einstimmig angenommenen Geschäften standen personelle Mutationen im Vordergrund. Bankleiter Christoph Berger wird nächstes Jahr demissionieren. Für Peter Rösti wird diese Nachfolge höchstens ein Luxusproblem sein. «Wir haben beim Bankpersonal in die Ausbildung investiert, und fussballerisch gesehen steht hier eine durchtrainierte, eingespielte Mannschaft auf dem Platz und keine Einzelkämpfer.»

Das scheidende Verwaltungsratsmitglied Hans Luginbühl (links) wird von Bankleiter Christoph Berger (Mitte) und Verwaltungsratspräsident Peter Rösti mit Blumen verabschiedet. Bild: Herbert Kobi
Das scheidende Verwaltungsratsmitglied Hans Luginbühl (links) wird von Bankleiter Christoph Berger (Mitte) und Verwaltungsratspräsident Peter Rösti mit Blumen verabschiedet. Bild: Herbert Kobi

Bereits an dieser GV verabschiedete sich nach 25 Jahren Verwaltungsrat Hans Luginbühl, welcher vom 33-jährigen Philipp Zaugg aus Aeschiried ersetzt wird. Als Bonmot konnte das Lob des Demissionierenden an den Präsidenten gesehen werden: «Merci Peter, du bist ein cooler Typ.» Und auch Peter Rösti hat seinen Rücktritt bekannt ge­geben; die Nachfolge könnte ­Vize Ueli Stoller-Reusser übernehmen.

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