«Raupenpiloten» als Kosmetiker der Rennstrecke

Wenn die Wintersportler ins Tal zurückgekehrt sind, gehört die Skipiste ihnen allein: den Chauffeuren der Pistenfahrzeuge. In der Lauberhornwoche leisten sie Zusatzdienste.

Zentimeterarbeit für Urs Romang eingangs Hundschopf: Die Abfahrtspiste will perfekt hergerichtet sein. Im Hintergrund das Jungfraujoch.

(Bild: Bruno Petroni)

17 Uhr an der Lauberhornschulter, unweit unterhalb des Abfahrtstarts: Die Sonne ist längst untergegangen. In der Dämmerung fährt Urs Romang sein 5 Meter breites Pistenfahrzeug zentimetergenau über die Rennstrecke der Lauberhornabfahrt.

Der Grindelwalder Seilbahnmonteur, der in zwei Wochen seinen 23. Geburtstag feiert, lebt den Traum jedes kleinen Schulbuben aus und leistet seit drei Jahren während des Winters bei der Station Kleine Scheidegg Dienst als Pistenfahrzeugfahrer.

«Wir haben mit dem Renndirektor besprochen, was noch zu ändern ist und wo wir wie viel Abrieb beiseitestossen müssen.»Roland Boss

Neben ihm sitzt Roland Boss. Mit wachsamem Auge verfolgt der seit sechs Jahren als Abfahrtsleiter des Lauberhornrennens amtierende gebürtige Grindelwalder, der in Wilderswil wohnt, die Feinarbeit in der Präparierung der Rennpiste. «Wir sind nach dem Abfahrtstraining gemeinsam mit FIS-Renndirektor Hannes Trinkl die Strecke abgefahren und haben mit ihm besprochen, was noch zu ändern ist und wo wir wie viel Abrieb beiseitestossen müssen», sagt der 42-jährige Lastwagenchauffeur.

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