Grindelwald

Regierung hält an V-Bahn fest

GrindelwaldEine Onlinepetition fordert den Regierungsrat auf, das V-Bahn-Projekt zu stoppen. Dieser erteilt dem Begehren eine Absage.

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«Der Regierungsrat wird dem Anliegen der eingereichten Petition nicht nachkommen können», so die Antwort der Berner Regierung auf die Petition «Botschaft vom Eiger – ohne V-Bahn leben wir besser». Diese wurde am 17. November bei der Staatskanzlei mit 447 Onlineunterschriften eingereicht. In der Zwischenzeit kamen nochmals über 200 dazu. Gesammelt wurden sie auf www.change.org – einer internationalen Onlineplattform.

«Der Eiger gehört allen Menschen und nicht einer Holding, die den Eiger als billiges Souvenir unter noch mehr Touristen verkaufen will», halten die Petitionäre fest. Sie sind der Meinung, dass der Eiger-Express (ein Teil des V-Bahn-Projekts) den «einmaligen, unversehrten Blick auf den Eiger und die intakten ­Alpschaften mit hohen Masten und Stahlseilen zerschneiden» würde.

In Landschaft eingegliedert

«Der Regierungsrat ist mit dem Petitionskomitee ohne Einschränkungen einig, dass das Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau eine einmalige Kulisse mit nationaler und internationaler Ausstrahlung ist», steht in der Antwort. Entsprechend habe er bereits im Juli 2015 in dieser Sache ein Massnahmenblatt im kantonalen Richtplan genehmigt. Dieses halte fest, dass sich die Anlagen ins Landschaftsbild eingliedern müssten. Deshalb sei auch die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission bei­gezogen worden.

Die Regierung streicht aber auch die «grosse volkswirtschaftliche Bedeutung und die positiven Auswirkungen auf Beschäftigung und Wertschöpfung» in der gesamten Jungfrauregion her­aus. Die Wettbewerbsfähigkeit des Oberlands im Tourismus sei stark von der Realisierung des Projekts abhängig. Aus diesem Grund beteilige sich der Kanton mit einem Investitionskredit von 10 Millionen Franken an den Kosten des V-Bahn-Terminals Grindelwald Grund.

Weiter hält der Regierungsrat fest, dass der Bund die eigentliche Bewilligungsbehörde sei. Der Kanton schaffe nur die planerischen Grundlagen. «Im Rahmen des Verfahrens bei den Bundesbehörden werden auch sämtliche raumplanerischen, umweltrechtlichen, sicherheitstechnischen und wirtschaftlichen Aspekte geprüft.» Dieses Verfahren sei noch im Gang. (Berner Oberländer)

Erstellt: 13.03.2018, 14:16 Uhr

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