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Rundgang durch die Zeit

Emil und Ida Sutter haben im Lauf der Zeit 850 Bilder mit Schwerpunkt Bergwelt gesammelt.

Kunstsammlerin Ida Sutter freut sich an ihrem 80. Geburtstag zusammen mit Emanuel Schläppi und Margrit Steuri über die Ausstellung im Feuerwehrmagazin.
Kunstsammlerin Ida Sutter freut sich an ihrem 80. Geburtstag zusammen mit Emanuel Schläppi und Margrit Steuri über die Ausstellung im Feuerwehrmagazin.
Anne-Marie Günter

Eine Ausstellung zum Geburtstag: Ida Sutter feierte vorgestern ihren 80. Geburtstag und freute sich sehr, dass ein kleiner Teil der Werke, die der 2006 verstorbene «Echo»-Verleger Emil Sutter zu sammeln begonnen hat, öffentlich zu sehen ist. Ida Sutter hat, als sie 1989 seine Frau wurde, seine Passion für Bergbilder übernommen.

Die beiden überführten ihre Bilder in eine Stiftung, an der auch die Gemeinde Grindelwald beteiligt ist, und Ida Sutter sammelte nach Emils Tod weiter. Das belegt auch das Bild von Heinz Kropf. Das Aquarell zeigt den Bergsturz am Eiger, die hellen Staubwolken tauchen das Geschehen in ein fast mythisches Licht.

Da die Stiftung das Malen der Berge und ihrer Bewohner fördert, dominieren im grossen Raum des Feuerwehrmagazin Eiger, Mönch, Jungfrau, Wetterhorn und blaue und graubraune Töne in allen Schattierungen, dazu gletscherweiss und alpweidengrün.

Weil von den meisten Malern nur ein Bild zu sehen ist, lässt sich gut erleben, wie unterschiedlich der gleiche Gipfel dargestellt werden kann. Die Form bleibt, die Farbfelder, aus denen sie entsteht, sind vielfältig gestaltet. Eher selten taucht Menschenwerk auf. Da viele der Vernissagegäste gestern geschichtsinteressierte Grindelwalder waren, wurde diskutiert, wo die gemalten Speicher gestanden haben und welchen Steuri Cuno Amiet, der wahrscheinlich bekannteste Künstler an der Ausstellung, porträtiert hat. Die schwarzweisse Skizze trägt den Titel «Vater Steuri». Man einigte sich, dass es der Steuri war, der aktuell im Grindelwalder Freilichttheater «Alpenglühen» eine Rolle spielt.

«Die Ausstellung ist ein kleiner Rundgang durch die Zeit», sagte Stiftungsratsmitglied Emanuel Schläppi in seiner Ansprache. Es lässt sich herauslesen, wie Berge und Landschaft sich verändern, und unwillkürlich schaut man auf die gemalten schneeweissen Eisfelder. Eine Art Sonderplatz mit mehreren Bildern bekam Plinio Colombi (1873–1951). Die Emil und Ida Sutter Stiftung bekam den Nachlass des Tessiners, der in Spiez lebte und einen eindrücklich-eigenständigen Malstil hatte. Vertreten sind die Künstler, die man an früheren regionalen Weihnachtsausstellungen oft gesehen hat: Alex Walter Diggelmann, Gustav Ritschard, Albert Eger, Ulrich Oehrli, Albert Häsler.

Emil Sutter war im Hintergrund auch Mitinitiant der 1988 gegründeten Gilde Schweizer Bergmaler, die heute über 70 Mitglieder in der ganzen Schweiz hat, Ausstellungen organisiert und Malkurse anbietet. Ihre Geschäftsstelle betreut Ida Sutter.

Die Ausstellung ist noch am Montag und Dienstag im Feuerwehrmagazin Hellbach von 18 bis 20 Uhr zu sehen. Ida Sutter wird persönlich vor Ort sein.

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