Sagen und Legenden um heilendes Wasser

Einigen

In seiner Reihe «Spiezer Veröffentlichungen zur Geschichte und Heimatkunde» trug Autor Arthur Maibach Sagen, Legenden und Mythen um die gemäss seinen Nachforschungen älteste christliche Kirche Europas zusammen.

Arthur Maibach und Pfarrerin Susanna Schneider Rittiner.

Arthur Maibach und Pfarrerin Susanna Schneider Rittiner.

(Bild: Guido Lauper)

Sagen seien im Volk durch Fragen und Weitererzählen entstanden; Legenden seien mit Heiligen verknüpft, Mythen aber müsse man als Wirken von Göttern, Dämonen und Helden kritiklos entgegennehmen.

So äusserte sich Susanna Schneider Rittiner zum Kern von Arthur Maibachs neustem Buch. Wunder machen sogar traurig, weil sie im alltäglichen Leid kaum noch vorkommen. Oder etwa doch? Ja, «wenn wir den Glauben nicht verlieren, Menschen zusammenstehen und Freud und Leid teilen, das Leben weitergeht und wir daraus lernen», so ihre Erfahrungen.

Die Suche nach Wahrheit

Die Auseinandersetzung mit der Wahrheit hat Arthur Maibach ihrer Meinung nach bewogen, die Kirche Einigen mit ihren Sagen, Wundern und Legenden für sein drittes Buch zu wählen. Mit dem in Überlieferungen beschriebenen Leben und Gesundheit spendenden Wasser.

«Das Leben ist mehr als biologisch-dynamisch, der Menschen mehr, als wir sehen.» Bei aller Unsicherheit der Überlieferungen attestierte Susanna Schneider dem Autor «sorgfältige Suche nach Wahrheit, die Wertvolles findet».

Warum gerade dieses Buch? Arthur Maibach erwähnte den Sodbrunnen in einem Privatgarten, der in bewogen hatte, den dem Wasser zugeschriebenen Wundern nachzugehen. Aus li­terarischen und historischen Sammlungen trug er mehrere Kapitel füllende Geschichten um die angebliche Heilkraft der dortigen Quelle zusammen.

Wunder, wie sie auch an vielen andern Orten erzählt werden. Dabei fand er Aufzeichnungen, nach welchen um das Jahr 580 in Einigen die erste christliche Kirche Europas gebaut worden war.

Eine mögliche natürliche Ursache heilkräftigen Wassers vertritt Maibach im Buch und vertrat er vor Ort. Meist sei im Alltag stehendes und verschmutztes und somit Krankheiten übertragendes Wasser benutzt worden. «Fliessendes Wasser einer kühlen Quelle kann auch heute noch gesund machen», gab er sich überzeugt. Und lud zum Apéro ein – mit gesundem Einiger Wasser.

Arthur Maibach:«Der Wunderbrunnen von Einigen und die Wallfahrt am Thunersee», Band 3 der «Spiezer Veröffentlichungen zur ­Geschichte und Heimatkunde», 148 Seiten, Rediroma-Verlag 2015, Fr. 15, ISBN 978-3-96103-046-0, ­erhältlich beim Autor in Einigen, in dessen Spiezer Atelier Art-Uhr und im Buchhandel.

gls

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt